Popchor lässt Vampire tanzen

+
Stimmkräftig und bissgewaltig zeigt sich der Popchor der Polyhymnia. „Das Musical „Tanz der Vampire“ ist das Geburtstagsprojekt zum zehnjährigen Bestehen des Popchors.

Nieder-Roden ‐ Gruselig steigen die Fürsten der Dunkelheit am 20. und 21. November aus ihrer Gruft, entführen das Auditorium im Bürgerhaus in eine schneebedeckte transsilvanische Landschaft und bilden so eines der Glanzlichter im Rodgauer Kulturkalender. Von Andreas Pulwey

Der Popchor der Sängervereinigung Sängerkranz-Polyhymnia führt an beiden Abenden das Musical „Tanz der Vampire“ auf. Die dunklen Umhänge sind übergeworfen, die Vampirzähne gespitzt, aber bis Gesang, Bühnenbild und Tänze punktgenau sitzen, feilen die Sängerinnen und Sänger des Popchors unter ihrem Dirigenten Dr. Gottfried Kärner noch unzählige Stunden an den Details.

Doris Pilawa schneidert die altertümlichen Kostüme auf die Maße der Schauspieler um.

Erst im August haben die Darsteller mit den Bewegungen angefangen, berichtet Dr. Kärner, der gemeinsam mit Tanja Garlt für Gesamtleitung, Regie und Choreografie verantwortlich zeichnet. Doch bevor das von Gerd Oczko entworfene Bühnenbild enthüllt wird und die Tanzschritte aufeinander abgestimmt sind, muss der Gesang ins Rückenmark übergegangen sein, wie sich Tanja Garlt ausdrückt. Für die Kulturpreisträgerin des Kreises für Darstellende Kunst bilden die 30 Schauspieler in ihrer Anzahl eine Herausforderung, mit der sie in ihrer 15-jährigen Laufbahn noch nicht konfrontiert war. In kleinen Gruppen zieht sie sich die Schauspieler und Sänger auf die Seite, studiert die einzelnen Szenen detailgetreu ein.

Den Obervampir verkörpert Björn Bürger (er erhielt 2003 den Kulturförderpreis der Stadt). Weitere Hauptrollen singen Heinz Mathes, Rainer Oczko und Ira Schlesinger-Weiland.

Ein Gentleman unter den Vampiren beißt bevorzugt hübsche Frauen in anmutiger Abendgarderobe. Hier kommt Ira Schlesinger-Weiland ins Spiel. Sie ist für Kostüme und Maske verantwortlich und hat mit Doris Pilawa in der Schneiderei tatkräftige Unterstützung. 34 schwarze Vampirbekleidungen und 50 weitere Kostüme hängen im Kleiderschrank, maßgeschneidert für die Blutsauger, die das Publikum im Bürgerhaus von den Sitzen reißen sollen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare