Wenigstens am ersten Tag spielte das Wetter mit

Ein Markt der guten Ideen

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Blau, Gelb, Rot und Pink - Zwar nicht unbedingt die typischen Herbstfarben, bei den kleinen Besuchern kamen die Farben auf den Fingernägeln aber klasse an.

Jügesheim - Ein langes Einkaufswochenende und musikalisches Programm bot der erste Rodgauer Herbstmarkt in der Jügesheimer Stadtmitte.

Zur Premiere hatten sich der Gesamtgewerbeverein Rodgau GDH und die Wirtschaftsförderung der Stadt ordentlich ins Zeug gelegt, um das Fest für Aussteller, Einzelhändler und Besucher attraktiv zu machen.

Marktteilnehmer mit Produkten aus Landwirtschaft, Fischerei und Jägerei, eine forstwirtschaftliche Präsentation des Hessischen Forstamtes Langen und Auftritte der Musikgruppen „Face First“ „Swing & Talk“, „Doppel(s)pass“ und der Sänger der „Giesemer Trottwa Lersche“ sorgten auf dem Rathausplatz zwischen den Buden und Ständen für gute Unterhaltung.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann war vom Brauhandwerk fasziniert und lauschte Aufmerksam den Erklärungen des Braumeisters der Privatbrauerei Glaab aus Seligenstadt.

Aber auch die Gewerbetreibenden vor Ort nutzten in vielen Fällen die Gelegenheit, ihren Kunden und mit Sonderangeboten und Aktionen vor den Geschäften ein attraktives Einkaufserlebnis zu ermöglichen. In einem Laden gab es Sekt und Häppchen, ein paar Meter weiter bekamen Kinder auf Wunsch bunte Fingernägel oder einen Luftballon.

Ein besonderes Anliegen des Herbstmarktes sei es gewesen, durch kraftvolle Präsens aus Land- und Forstwirtschaft der Region, diese Produkte sprichwörtlich schmackhafter zu machen. Gesunde Ernährung und gesunde Umwelt müssten sich schließlich nicht ausschließen, warb Bürgermeister Jürgen Hoffmann zur Eröffnung für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus Rodgau und Umgebung. Auf die ländlichen Wurzeln der Stadt sei er besonders stolz. „Hier weiß man, wo es herkommt und was man hat“, betonte der Rathauschef, als er sich mit seinen Kollegen beim Rundgang das Bierbrauen erklären ließ.

Die Privatbrauerei Glaabsbräu hatte zum Schaubrauen einen großen Bottich samt Braumeister beigesteuert. Zwischen Malzschaufel und Rührer gab es den Gerstensaft auch frisch gezapft. Zusammen mit dem Schöpfer bildeten diese drei Holzwerkzeuge das typische Arbeitsmaterial des Brauhandwerks. Und von wegen Männersache - Bierbrauen war im Mittelalter Aufgabe der Frau und zählte zu den häuslichen Pflichten. Erst durch die technische Entwicklung wurde es zu einem Beruf für Männer.

Mit der Beteiligung und dem Besuch waren die Organisatoren zufrieden. 52 Teilnehmer, darunter 20 Marktbeschicker und der Rest aus dem Einzelhandel, sorgten rund um Kirche und Rathaus für reges Markttreiben, gute Unterhaltung und für das ein oder andere Schnäppchen. Obwohl aller Anfang schwer sei, zeigte sich Bürgermeister Hoffmann zuversichtlich, dass 2014 mehr Geschäfte mitmachen werden. Dazu freute sich GHD-Vorsitzender Gerhard Lederer, einigermaßen gutes Wetter gehabt zu haben. Zumindest zur Eröffnung boten sich blauer wolkenfreier Himmel und strahlende Sonne, während den Sonntag Herbststürme prägten. Die Kinder auf der Mini-Eisenbahn drehten in der Rodgau-Passage freilich trotzdem juchzend ihre Runden.

Bildergalerie zum Herbstmarkt

Premiere für Herbstmarkt in Jügesheim

„Wir wollen neue Veranstaltungsformate platzieren“, erklärte Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze die Unterstützung der Stadt. Dazu müsse man aber in Vorleistung gehen. Dass der verkaufsoffene Sonntag für ganz Rodgau gilt, hatten wohl viele Einzelhändler aus anderen Stadtteilen nicht mitbekommen oder sich keine großen Chancen auf Kundschaft ausgerechnet. Jedenfalls blieben gestern geöffnete Geschäfte außerhalb Jügesheims bis zum Beispiel auf belmodi die Ausnahme. „Das ist schwierig“, erklärten Hoffmann, Schanze und Lederer. Ziel seien aber für die Zukunft gemeinsame Veranstaltung in allen Stadtteilen.

(pep)

Quelle: op-online.de

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