Presserat bestätigt seriöse Berichterstattung

Rodgau - (bp) Der Deutsche Presserat hat eine Beschwerde aus dem Vorstand des Unterstützervereins von Bürgermeister Alois Schwab über die Berichterstattung unserer Zeitung als unbegründet eingestuft. Eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht liege nicht vor.

Der Verein „Zusammen mit Bürgern“, der den Wahlkampf von Schwab unterstützt, hatte Berichte unserer Zeitung beanstandet, die den politischen Schlagabtausch zwischen Schwab und Stadtrat Michael Schüßler sowie der FDP über den Neubau eines Feuerwehrhauses schilderten. Anstoß nahm der Verein überdies daran, dass einer dieser Berichte nicht in der Online-Version unserer Zeitung veröffentlicht worden war. Der Deutsche Presserat stellte im Vorverfahren fest, die Beschwerde sei unbegründet. Es liege keine Verletzung publizistischer Grundsätze vor. Die Artikel dokumentierten einen politischen Schlagabtausch. Die erhobenen Vorwürfe seien nicht ehrverletzend. Es habe keine Pflicht bestanden, den betroffenen Bürgermeister direkt anzuhören. Alois Schwab habe Gelegenheit gehabt, seine Sichtweise in einem weiteren Beitrag zu diesem Thema zu schildern. Mit der Veröffentlichung dieser Stellungnahme sei der journalistischen Sorgfaltspflicht Genüge getan gewesen. Zur Veröffentlichung auch in der Onlineausgabe bestehe hier grundsätzlich keine Pflicht.

Der Presserat ist die freiwillige Selbstkontrolle der Presse. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, der Deutsche Journalisten-Verband und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union sind Mitglieder im Trägerverein des Presserats.

Quelle: op-online.de

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