Prinzenpaar mit Anlauf

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Die Familie ist ihnen das Wichtigste: das Rodgau-Prinzenpaar Elisabeth I. und Matthias III. mit den Töchtern Anna (3) und Leonie (5) vorm heimischen Kachelofen im Bungalow am Leipziger Ring in Nieder-Roden.

Rodgau (bp) ‐ Die Fastnachtskampagne steht zwar noch in den Startlöchern, das Rodgau-Prinzenpaar läuft aber schon auf Hochtouren. Elisabeth I. und Matthias III. haben ihre meisten Reden bereits im Block.

Auch die festliche Garderobe sitzt natürlich längst perfekt. Vor allem aber gehen die beiden emotional schon voll in ihrem Amt auf. Dabei haben sie mit dem „Ufftakt“ bei TGM SV bisher nur eine einzige Sitzung besucht und mit ihrer Anwesenheit geadelt. Es geht also erst noch richtig los.

„Wir sind total begeistert davon, wie wir aufgenommen werden“, sprudelt es temperamentvoll und überglücklich aus ihnen heraus. „Nach der Kirche kommen wir kaum nachhause, weil uns so viele Leute gratulieren“, beschreibt das Ehepaar aus Nieder-Roden die Welle der Sympathie, die ihm entgegenschlägt. „Wir merken jetzt, dass es wirklich etwas ganz, ganz Besonderes ist, Prinzenpaar sein zu dürfen“, schwärmen sie.

Herzlichkeit begegnet den beiden selbstverständlich auch von Seiten der TGS, die in Rodgau traditionell das Prinzenpaar stellt. „Mit denen im Rücken kann uns nichts passieren“, bedanken sich die Tollitäten für die starke Unterstützung der Jügesheimer Karnevalisten.

Um ein bisschen Zeit gebeten

Im wirklichen Leben kümmert sich Prinz Matthias bei der Commerzbank darum, dass die Elektronische Datenverarbeitung funktioniert. Seine Prinzessin, die als Fremdsprachensekretärin ein Jahr Aupairaufenthalt in London absolvierte, ist Sachbearbeiterin bei der Deutschen Flugsicherung in Langen.

Der 42-Jährige Bankkaufmann und seine 37 Jahre junge Ehefrau sind ein Prinzenpaar mit Anlauf. Denn TGS-Sitzungspräsident Rudi Ott hatte bei seinen Namensvettern das Interesse an diesem vergnüglichen Nebenjob schon vor einigen Jahren abgeklopft. Damals war Töchterchen Anna aber noch zu klein. „Wir haben also um ein bisschen Zeit gebeten“, erinnert sich der Prinz.

Rudi Ott behielt das Paar allerdings im Auge und hakte bei einem Treffen während des Weinfests auf dem Puiseauxplatz im vergangenen Spätsommer nach. Mit Erfolg. Jetzt hat Rodgau sein erstes Prinzenpaar, das komplett aus Nieder-Roden stammt.

Die Bühne ist den Regenten nicht fremd. Beide spielen beim Großen Welttheater (wo sie sich auch kennen und lieben lernten). Die Prinzessin verstärkt außerdem seit zehn Jahren singend und tanzend die Gruppe „Der zusammengewürfelte Haufe“ des Kreppelkaffee Nieder-Roden. Ihr Prinzgemahl wiederum moderiert die Fastnacht des Vereins „Gemeinsam mit Behinderten“. Bei einer solchen Gelegenheit erlebten die Gäste Matthias Ott auch schon als Weinkönigin in der Bütt oder bei einer Playbacknummer, als er den Volksmusikanten Karl Moik parodierte.

Etwa 50 Termine warten auf die närrischen Herrscher. Das ist ohne familiäre Hilfe und Urlaub nicht zu schaffen. Dankbar sind Elisabeth I. und Matthias III. Gertrud und Heinrich Ott sowie Hildegard Speer. Denn Omas und Opa werden als Babysitter für die Töchter Anna (3) und Leonie (5) da sein, während die Eltern auf der Bühne reimen.

Quelle: op-online.de

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