Prinzenpaar groß gefeiert

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Sie schwammen schon zu Beginn der Kampagne und der närrischen „Kreuzfahrt“ (so das aktuelle TGS-Kampagnenmotto) auf einer Sympathiewelle: Elisabeth I. und Matthias III.

Jügesheim ‐ Rodgau hat ein neues Prinzenpaar. Und was für eins. Wie erfahrene Bütten-Profis reimten die Frischlinge Elisabeth I. und Matthias III. bei ihrer Inthronisierung in der TGS-Narrhalla. Von Bernhard Pelka

Aufgeregt, aber treffsicher erzählten sie vom ersten Anruf des TGS-Prinzenpaar-Spähers und Sitzungspräsidenten Rudi Ott, verrieten auch Familiäres und plauderten sich letztlich erfrischend unbekümmert in die Herzen des Publikums. Das eroberten sie tatsächlich im Sturm. Minutenlanger Applaus im Stehen ließ keinen Zweifel daran, dass sich das Motto der Regenten erfüllen wird: „Es werd schon gut gehn, toi, toi, toi!“

Schon rein statistisch ist dieses Prinzenpaar nicht alltäglich. Darauf machte der gut aufgelegte Bürgermeister Jürgen Hoffmann in seiner Huldigung aufmerksam, bevor er den Stadtschlüssel an die närrischen Herrscher übergab. Es ist das 33. Rodgau-Prinzenpaar und obendrein das erste aus Nieder-Roden. Die Grüße der IGEMO überbrachte diesmal die stellvertretende Vorsitzende Petra Seyffarth.

Auch im bürgerlichen Leben sind Elisabeth und Matthias Ott ein Paar. Geboren wurde die Prinzessin im März 1973 im Doppelpack mit ihren Zwillingsbruder Josef in Rosenberg (Ober-Schlesien). Sie hat einen weiteren Bruder und noch eine Schwester. Als die Prinzessin drei Jahre alt war, zog die Familie nach Nieder-Roden. Ihren Prinzen lernte sie 1996 bei einer Aufführung des großen Welttheaters kennen. Er spielte einen Bettler. Aus dem Bettler wurde ihr Mann fürs Leben. Elisabeths Herz schlägt aber auch für den Nieder-Röder Kreppelkaffee und die Gruppe „Der zusammengewürfelte Haufe“. Bei der Deutschen Flugsicherung verdient sie ihr Geld.

Prinz Matthias III. steht nicht nur gelegentlich auf der Bühne des großen Welttheaters, sondern ist auch seit Jahren der Kommentator und Spenden-Ausrufer beim 24-Stunden-Lauf des Vereins „Gemeinsam mit Behinderten“. Als jüngster von drei Buben kam er an einem Fastnachtssamstag im Februar 1968 in Offenbach zur Welt. Mit seiner großen Prinzessin hat er noch zwei kleine: Anna Julia (3) und Leonie Marie (5). Der Beruf führte ihn zur Commerzbank.

Abschied von Prinzessin Katja I. und Prinz Thorsten I.

Keine Inthronisation ohne Abschied. Prinzessin Katja I. und Prinz Thorsten I. sagten in launigen Worten unter stürmischem Applaus und Gesängen Dank. Einen Amtswechsel kündigte auch Gugi Florian Adams an. Gewohnt scharfzüngig glossierte er noch einmal die Abgründe der Kommunalpolitik und verkündete: „Nach sieben Jahren hör‘ ich am 29. Januar auf.“ Ans Aufhören dachten die Narren im Saal da freilich noch lange nicht. Vielmehr klatschten sie nur allzu gern bei den musikalischen Einpeitschern von den Ober-Röder „Murxx-Brothers“ mit, freuten sich an den Tänzen und der Gesangsnummer der „Prosecco Singers“ und lachten Tränen beim Vortrag von Anja Werner und Bettina Hartmann (Kreppelkaffee Nieder-Roden). Sie nahmen den Kampf mit Laptop  &  Co. herrlich auf die Schippe.

Danach kokettierte Doris Oestreicher pointenreich mit einem runden Alter: „Liebe auf den 1. Blick fällt schwer, ei ich seh‘ ja ohne Brill‘ nix mehr!“ Um die Zukunft der Fastnacht machten sich erneut Elfriede und Lothar Mark verdient. Ihr „Förderpreis der Giesemer Fastnacht“ ging diesmal an Nina Gröpl, einen „verlässlichen Pfeiler in der Karnevalsabteilung“. Das sind auch Silke Seum und ihre Guggemusiker. Ihr Repertoire orientierte sich teils am Kampagnenmotto „Kreuzfahrt“. Die Guggemusik heizte nach einem atemraubenden Tanz der Prinzengarde ebenso ein wie Frank Eser und Markus Schlaich. Sie servierten zum Finale - wenn man so will - den musikalischen Absacker.

Quelle: op-online.de

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