Probesitzen für Politiker auf kleinen Kinderstühlen

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Erzieherinnen demonstrieren am Rathaus für Gesundheitsschutz und bessere Bezahlung.

Rodgau - (eh) Zwei Bürgermeisterkandidaten auf kleinen Kinderstühlen konnte man am Montag vor dem Rathaus sehen. Jürgen Hoffmann (SPD, links) und Anette Schweikart-Paul (CDU, rechts) erlebten die Rückenbelastung von Erzieherinnen am eigenen Leib.

Etwa ein Dutzend streikende Erzieherinnen machten vor Beginn der Stadtverordnetenversammlung auf ihre Anliegen im aktuellen Tarifkonflikt aufmerksam: Gesundheitsschutz und bessere Bezahlung. Viele Kommunalpolitiker und Besucher der Sitzung zeigten Verständnis für die Situation der Erzieherinnen, die nach fünf Jahren Ausbildung kaum eine Familie ernähren können. Später, in der Debatte über die Kindergartengebühren, äußerte Winno Sahm (Grüne) seine Sympathie für die Tarifforderungen, „auch wenn es uns als Stadt Geld kostet“.

Erzieherinnen demonstrieren am Rathaus für Gesundheitsschutz und bessere Bezahlung.

Der Streik im Sozial- und Erziehungsdienst wird heute und morgen fortgesetzt. Fünf städtische Kitas sind bis einschließlich Donnerstag geschlossen: Nordring, Binger Weg, Turmstraße, Römerstraße und Robert-Koch-Straße. Die Stadt Rodgau hat zehn Notgruppen eingerichtet.

Quelle: op-online.de

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