Große Mehrheit der Vereinsmitglieder gibt das Ja-Wort

Jügesheim (lö) - Rund 81 Prozent der TGM SV-Mitglieder sind für die Fusion mit der TGS zur Rodgauer Sport- und Kulturgemeinschaft Jügesheim (RSK).

Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am Montagabend votierten 274 von 341 Mitgliedern über 18 Jahren für die Verschmelzung zur RSK. 64 stimmten dagegen, ein Mitglied enthielt sich. Zwei Stimmzettel waren ungültig. Die Wahl war geheim, für die Fusion war eine Mehrheit von 75 Prozent plus eine Stimme der anwesenden Mitglieder erforderlich.

„Hurra, wir haben unser Ziel voll erreicht“, freute sich TGM SV-Vorstandssprecher Erwin Kneißl, nachdem Notar Roland Walden das Ergebnis bekannt gegeben hatte. Vorstandskollege Hans Sahm kommentierte das Votum aus Sicht des Fußballers: „Wir sind 100 Prozent zufrieden mit dem Ergebnis und haben den TGS-Mitgliedern eine Vorlage gegeben. Die müssen sie nun verwandeln!“

Großer Andrang

Der Torschuss - um im Bild zu bleiben - soll am Freitag, 15. April, um 19.30 Uhr in der Aula der Georg-Büchner-Schule abgegeben werden. Dann entscheidet die TGS über die Fusion. Dort waren die Widerstände gegen den gemeinsamen Verein bislang größer als bei TGM SV.

Die Fusionfrage hatte die TGM SV-Mitglieder mobilisiert wie keine andere Entscheidung in den letzten Jahrzehnten. Am Saaleingang bildeten sich lange Schlangen, als sie sich in die Teilnehmerlisten eintrugen. Die eigentliche Versammlung begann mit knapp einer halben Stunde Verspätung.

Rechtsanwalt Malte Jörg Uffeln hatte nochmals die juristischen Aspekte erläutert. Wirtschaftsprüfer Dr. Jürgen Kaufmann kam beim Blick in die Bücher zu dem Ergebnis, dass sich hier zwei Partner auf Augenhöhe zusammentun: „Es ist nicht so, dass ein Armer bei einem Reichen unterkriechen muss.“ Die größere TGS bringt Immobilien und Sachwerte von 5,3 Millionen Euro ein, die TGM SV 3,8 Millionen. Aufs einzelne Mitglied umgerechnet, bedeute dies in beiden Vereinen ein Vermögen von etwa 2 500 Euro.

„Abstimmen, auszählen, bekannt geben“

Nach den Berichten der beiden externen Berater fiel die Entscheidung dann recht schnell. Über zwei Anträge zur geheimen Wahl musste gar nicht abgestimmt werden: Die ist vorgeschrieben, sobald sie von zehn Anwesenden gefordert wird. Ein Antrag, das Abstimmungsergebnis erst am Freitag zeitgleich mit der TGS bekannt zu geben, wurde aus formalen Gründen nicht zur Abstimmung zugelassen.

Anwalt Uffeln begründete das mit einem „Gewohnheitsrecht“: Er habe in den vergangenen Jahren mehr als 30 Fusionen begleitet und überall seien die Vereine nach dem Grundsatz „abstimmen, auszählen, bekannt geben“ verfahren.

Die Möglichkeit, Fragen zu den Expertenberichten oder zur Fusion insgesamt zu stellen, nutzten weder Befürworter noch Gegner der Verschmelzung.

Quelle: op-online.de

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