Islamisten vor Gericht

Prozess nach versuchtem Mordanschlag an Zahid Khan

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Der Islamkritiker Zahid K. bei einer Kundgebung.

Rodgau - Vor dem Landgericht Darmstadt beginnt am 19. Februar der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter, die im Juli 2013 versucht hatten, den Rodgauer Islamkritiker Zahid Khan zu ermorden.

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Zwei Angreifer sollen gegen Zahlung von 10.000 und 3000 Euro den Buchautor auf einem Parkplatz an der Kreisquerverbindung mit Messern und Schlagstöcken attackiert haben. Khan gab zur Verteidigung mehrere Schüsse ab.

Ein dritter Angeklagter hatte die beiden Gangster zum Tatort gefahren. Einer der Täter wurde verletzt. Für den am 19. Februar beginnenden Prozess sind zunächst sieben Verhandlungstage terminiert. Die Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft. Einem 41-jährigen Islamisten wird vorgeworfen, aus Wut über das vermutlich bekannteste Buch von Khan - „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“ - den Tod des Autors beschlossen zu haben.

Mysteriöse Auseinandersetzung

Die mysteriöse Auseinandersetzung um Zahid Khan zieht sich schon seit längerem hin und hat die Justiz bereits beschäftigt. Khans Buch hat den Zorn traditionalistischer Muslime hervorgerufen. Sie sehen es als schlimme Beleidigung an, konnten es aber trotz lautstarker Proteste nicht verhindern oder durch Gerichte verbieten lassen.

Zahid Khan betreibt einen Buchverlag in Roßdorf bei Darmstadt und wirbt im Internet für seine Ansichten. Er sei von Gott angesprochen worden und habe die Aufgabe, alle Menschen vor dem Islam zu warnen, weil dieser gefährlich sei.

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bp/dpa

Quelle: op-online.de

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