Quilling will „Klammer des Kreises“ sein

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Der CDU-Landratskandidat Oliver Quilling, seine Frau Andrea und Innenminister Volker Bouffier (rechts) sind zuversichtlich für den Wahlsonntag.

Weiskirchen - (bp) Zuversicht? Ja. Doch keine arrogante Selbstüberschätzung. Dies war die Botschaft aller Redner beim Wahlkampf-Endspurt des CDU-Landratskandidaten Oliver Quilling im voll besetzten Bürgerhaus Weiskirchen.

Dazu hatte die Union - neben mehreren Bürgermeistern - auch den hessischen Innenminister Volker Bouffier als Gast gewinnen können. Dieser dankte in seiner Ansprache dem Noch-Landrat Peter Walter, der die Christdemokraten inzwischen als Kreisvorsitzender führt und den Quilling am Sonntag bei der Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten und Kreisbeigeordneten Carsten Müller beerben möchte. 1 152 Stimmen hatten Quilling im ersten Wahlgang zur absoluten Mehrheit gefehlt.

Bouffier arbeitete in seiner Rede die Vorzüge des CDU-Amtsanwärters heraus und verdeutlichte, weshalb dessen Charakter ihn für die Position des Landrats qualifiziere. So sei es in Landkreisen, in denen jede Gemeinde zunächst einmal auf sich selbst sehe schwierig, ein gemeinsames „Kreisgefühl“ zu entwickeln. Zu viele Interessen prallten dazu aufeinander. Quilling aber habe bei seinen zwei Wiederwahlen als Bürgermeister von Neu-Isenburg bei 78,5 und 83,3 Prozent Zustimmung bewiesen, dass er die Fähigkeit besitze „nicht nur CDU-Leute zu gewinnen“. Vielmehr genieße er „Vertrauen und Akzeptanz weit über die Parteigrenzen hinaus“. Dieser „Grundcharakterzug“ befähige ihn dazu, als Landrat „die Klammer des Kreises“ zu sein und die Menschen zusammenzuführen. Genau diese integrative Kraft sei „in einer Zeit großer Brüche“ und gesellschaftlicher Herausforderungen unverzichtbar.

Der Kandidat selbst skizzierte unter dem Beifall der Gäste kurz sein Programm: Ausbau Ganztagsbetreuungsangebote, weitere Stärkung des bundesweit beispielhaften Kreis-Projekts „Optionskommunen“ zur Vermittlung Langzeitarbeitsloser, Stärkung der Wirtschaft, Arbeitsplatzausbau, Balance von Umwelt / Naturschutz / Lebensqualität sichern, Förderung von Ehrenamt und Kultur.

Eine Absage erteilte der Aspirant aufs Landratsamt den SPD-Bestrebungen zur Gründung eines Regionalkreises. Dies werde den „Verlust von Bürgernähe“ bedeuten.

Quilling dankte seinen Helfern und spornte sie zugleich an: „Jetzt gilt's!“

Quelle: op-online.de

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