Radsport im Mittelpunkt

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Die Einradfahrer boten während der Feier eine waghalsige Show.

Jügesheim (pul) Das runde Jubiläum „100 Jahre Radfahrerverein Germania“ beging der Verein am Samstag mit einer akademischen Feier, und läutete dabei erneut die Radfahrersaison ein, die am 31. Juli mit dem ersten Jügesheimer Radmarathon ihren Höhepunkt finden wird.

Er ist dreimaliger Weltmeister im Einer-Kunstradfahren und Schirmherr der Veranstaltung: EVO-Vorstand Dr. Kurt Hunsänger war somit prädestiniert, die Grußworte nach der Anmoderation durch Stadtrat Michael Schüßler zu sprechen. Vereine wie die Germania sind eine Stütze für den Sport, bieten sie doch Jung und Alt vom Straßenradsport bis zum Radball ein breites Spektrum an Angeboten. Auch der Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel ist dem Radsport verbunden durch 30 Jahre Mitgliedschaft im RSV Klein-Krotzenburg.

Bevor IGEMO-Chefin Melanie Meyer-Marbach Grüße und Spenden der Jügesheimer Vereine überbrachte, und Ulla Schulz vom RV Germania Bieber Glück wünschte, umriss der Germania-Vorsitzende Jürgen Herr knapp 100 Jahre Vereinsleben. 1911 gründeten die Germania-Väter unter dem ersten Vorsitzenden Valentin Hittel die Sparten Wander- und Sternfahrten sowie Rennsport. 1918 kam mit dem Radball die erste Saalsportart dazu.

Erste Deutsche Meisterschaft in den 20er Jahren

Neun Jahre später feierten die Jügesheimer die erste Deutsche Meisterschaft im Sechser Kunstradfahren. Auch die Radballer feierten in dieser Zeit Erfolge im Radfahrerbund Hessen-Nassau.

Nach dem Krieg startete das Vereinsleben unter dem Vorsitzenden Eberhard Grimm neu, und 1964 reifte unter den Radsportlern die Überlegung zu einer eigenen Halle. Mangels geeignetem Grundstück zog sich das Vorhaben hin; mit einem Arbeitsaufwand von 9 000 Stunden errichteten die Mitglieder das Gebäude schließlich im Jahre 1981 (damaliger Vorsitzender Heinrich Heckel). Entstanden war ein Raum für das Vereinsleben, für den Landrat Oliver Quilling nur lobende Worte fand.

Die Germania ist der größter Klub im Radsportbezirk Main-Spessart-Rhön. So beglückwünschte dessen Vorsitzender Roland Schmitt verdiente und langjährige Mitglieder. Für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit bekamen Günter Wilhelm, Horst Herold (vertreten durch Tochter Dagmar), und Anita Lehmberg in Abwesenheit die Ehrenurkunden.

Bilder von der Jubiläumsfeier

Jubiläum der Radfahrer

Für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Elvira Hacker, Dagmar Herold, Heinrich Fritscher (gleichzeitig 50 Jahre in Radfahrvereinen aktiv) sowie Hermann Massoth die Nadel des Bundes deutscher Radfahrer. Ein viertel Jahrhundert im Verein sind Bernd Fritscher, Franz Göbel, Mareike Heinz, Andreas Held, Kerstin Herr, Walter Hiller, Thomas Meingast, Hans-Heinrich Müller sowie Rolf und Dorothea Neumayer.

Neben diesen menschlichen Repräsentanten, verkörpert auch die neue Vereinsfahne die sportliche Gemeinschaft. Die Stickerei auf dem Original aus der Gründerzeit, wurde auf neuen und kräftig roten Stoff übertragen.

Dank und Anerkennung drückte der Vorstand auch den langjährigen Fachwarten Elvira und Siegfried Hacker sowie Markus Heise aus.

Zwischen Grußworten und Ehrungen boten die Einradfahrer (Leitung Elvira Hacker) und die Sportler der Tae-Bo Abteilung (Leitung Wase Nazary) akrobatische und auch musikalische Unterhaltung. Gewohnt gehaltvoll setzte die Sängervereinigung Jügesheim (Leitung Thomas Larisch) einen akustischen Höhepunkt vor den 100 Gästen.

Quelle: op-online.de

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