Warnung des ADFC

Radweg ist viel zu gefährlich

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Das ist die kritische Stelle auf der Landesstraße 3116 an der Einmündung zur B 45, die Radfahrer nach ADFC-Meinung am besten meiden sollten. Der Brummifahrer verhielt sich in diesem Fall allerdings mustergültig und ließ den von rechts kommenden Radfahrer passieren. So sollte es immer sein.

Rodgau (bp) - Der ADFC warnt vor der Benutzung des Geh- und Radweges an der L 3116 an der Auffahrt zur B 45. An der Kreuzung nahe dem Toom-Kreisel an der Ortsgrenze Dudenhofen/Nieder-Roden verunglückte am Sonntag ein Radfahrer.

Rechtsabbieger, die dort von der B 45 auf die Landesstraße fahren möchten, bedenken oft nicht, dass der Radweg in beiden Richtungen befahren wird. Radfahrer werden übersehen und es kommt zu gefährlichen Situationen oder sogar zu Unfällen wie am vergangenen Sonntag, als ein 74 Jahre alter Rennradfahrer schwere Gesichtsverletzungen erlitt.

Der ADFC kritisiert diesen Radweg schon seit April 1999 als Gefahrenstelle. „Unsere Tipps von damals sind leider immer noch aktuell“, stellt der ADFC-Vorsitzende Stefan Janke ernüchtert fest. Er appelliert: „ Bitte den Radweg aus Babenhausen kommend schon an der Einmündung der verlängerten Opelstraße (Gänsbrühabfahrt) verlassen. Diese ist für den Autoverkehr gesperrt und man gelangt nach Querung der L 3116 sicher nach Dudenhofen. Nach Nieder-Roden geht es an gleicher Stelle in die andere Richtung über das Kalksandsteinwerk und die Römerstraße.“

Zwar ist die andere Richtung auf dem Radweg nicht ganz so gefährlich, aber dennoch rät der ADFC Rodgau auch in diesem Fall, den Radweg erst ab der Einmündung der Opelstraße zu benutzen.

ADFC: Beschilderung muss geändert werden

Die wegweisende Beschilderung für Radfahrer sollte nach Auffassung des Clubs entsprechend geändert werden, damit niemand mehr verleitet wird, den Radweg bis zu dessen Ende am Kreisel durchzufahren. „Zudem sollten an dem Radweg auf beiden Seiten vor den Einmündungen Warnungen für Radfahrer angebracht werden und frühzeitig auf die Alternativstrecken hingewiesen werden“, fordert Janke.

Immer noch viel zu viele Radler fühlen sich nach Ansicht des ADFC auf Radwegen zu sicher. „Objektiv sicher ist ein Radweg aber nur, wenn er eine ausreichende Breite hat, eine übersichtliche Führung, einen glatten Belag und wenige bis keine Einmündungen und Querungen mit dem Autoverkehr“, so Janke.

„Eine einzige Einmündung wie an der B45 reicht, um ein ganzes Radwegstück unsicher und damit nutzlos zu machen“.

Quelle: op-online.de

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