Ohne Narren ist Rodgau arm dran

Eroberer bringen sogar Geld mit

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Solche Eroberer könnten öfter kommen: Prinzessin Sandra, Prinz Stefan und ihre Gefolge hatten Bürgermeister Jürgen Hoffmann und dem Ersten Stadtrat Michael Schüßler einen Scheck über närrische 1 111,11 Euro mitgebracht.

Jügesheim - Fastnachterherz, viel mehr kannst Du eigentlich nicht wollen - oder? Beim Rathaussturm am Samstagmittag strahlten Besucher und Akteure dauernd und die Sonne manchmal. Und sogar die Verteidiger hatten etwas zu lachen.

Die „Giesemer Trottwa Lersche“ waren wieder einmal weit mehr als ein Vorprogramm zur Eroberung der Verwaltungs-Festung. Frank Rebel und seine Mannen hatten das Publikum mit bekennender Heimatliebe („Hey Giesem“) und Seitenhieben auf Dudenhofen („Verbotene Stadt“) schon richtig in Stimmung gesungen, als der große TGS-Tross mit Prinzenpaar, Kinderprinzenpaar, Elfern, Musikern und Junggugisheimern auf den Hermann-Sahm-Platz zog und die Magistratsspitze sturmreif babbelte. Prinzessin Sandra I. und Prinz Stefan II. griffen den roten Faden auf, der sich durch die ganze Kampagne gezogen hatte, und nahmen die Hallengebühren aufs Korn, die so mancher Fastnachtsveranstaltung den Garaus gemacht hatte.

1 111,11-Euro-Scheck

Die Kanone der TGS-Junggugisheimer hatte lange Ladehemmung, bevor sie den entscheidenden Schuss abgab.

Falls Saalmieten nicht genug Geld bringen, könnte die Stadt ja noch eine Asphalt-Abnutzungsgebühr für die Straßenfastnacht einführen, schlugen sie vor. Bürgermeister Jürgen Hoffmann und der Erste Stadtrat Michael Schüßler werden"s gern gehört haben, denn der 1 111,11-Euro-Scheck, den die Karnevalisten mitgebracht hatten, war höchstens ein Tropfen auf heißem Stein.

Tapfer verteidigten sie Hallengebühren und Rathauseingang, doch am Ende kam"s wie"s am Fastnachtssamstag immer kommt: Die Narren übernahmen die Regentschaft.

Quelle: op-online.de

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