Umzug des Recyclinghofs

Mehr Platz für Abfälle

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Auf dem Recyclinghof kann man auch Altpapier abgeben.

Rodgau - Der Recyclinghof in Jügesheim steht vor einem Umzug. Die Stadtwerke wollen mehr Platz schaffen, damit die Wertstoffannahme noch reibungsloser läuft. Am neuen Standort soll die Anlage auch verschärfte Umweltauflagen erfüllen.

Der neue Recyclinghof kostet rund 630. 000 Euro. Dennoch sollen die Abfallgebühren in den nächsten Jahren nicht steigen. Zurück zu den Wurzeln: Der Wertstoffhof soll dorthin umziehen, wo er schon einmal war - zum Bauhof in die Philipp-Reis-Straße 19, also an den Rand des Jügesheimer Gewerbegebiets. Dort ist künftig viel mehr Platz, denn die Stadtwerke wollen das Werkstattgebäude des Bauhofs abreißen und auf einem Nachbargrundstück neu aufbauen. Das kostet 1,7 Millionen Euro extra. Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet am 2. Juni über das gesamte Vorhaben. In mehr als 20 Jahren hat sich der Recyclinghof zu einem festen Baustein der Abfallentsorgung in Rodgau entwickelt. Seine Bedeutung dürfte nach Ansicht der Stadtwerke in den nächsten Jahren noch zunehmen.

Der erste Recyclinghof war ein Provisorium, nur durch einen Bauzaun vom Bauhof abgetrennt. Von 1991 bis 2005 mussten Mitarbeiter, Bürger und Containerdienste mit nur 320 Quadratmetern auskommen. Weil der Platz nicht reichte, wurden Gitterboxen mit Elektroschrott in einer Spedition gelagert. Seit dem Umzug auf das Stadtwerke-Gelände in die Hans-Böckler-Straße gibt es genug Platz. Ein Planungsbüro (Umweltplanung Bullermann Schneble GmbH) empfiehlt jedoch, die Fläche abzudichten, damit keine giftigen Stoffe in den Boden gelangen können. Rund 200.000 Euro würde es kosten, den Pflasterbelag durch eine Asphaltdecke zu ersetzen.

Mehr Luxus kostet mehr Geld

Der geplante Neubau an der Philipp-Reis-Straße kostet zwar drei Mal so viel, bietet aber auf mehr als 1700 Quadratmetern die Gelegenheit, den Betriebsablauf zu optimieren. Anlieferer sollen wie bisher im Kreis um die Wertstoffcontainer herumfahren. Künftig gibt es eine Fahr- und eine Standspur, damit sich die Kunden nicht gegenseitig blockieren. Eine Überdachung in der Mitte schützt Mitarbeiter, Kunden und Container bei jedem Wetter.

Von der neuen Aufteilung erhoffen sich die Planer eine bessere Übersicht und eine höhere Qualität der Arbeit. In der Beratungsvorlage ans Stadtparlament heißt es dazu: „In dem Moment, in dem der Kunde den Recycling-/Wertstoffhof betritt, muss er freundlich und sachkundig in Empfang genommen, beraten, gesteuert und auch im Sinne der richtigen Entsorgung beobachtet werden. Nur so können Fehlwürfe, die die weitere Verwertung von Abfällen verhindern oder verteuern, vermieden werden.“

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Mehr Platz bedeutet auch ein erweitertes Angebot. Im neuen Wertstoffhof kann man auch Sperrholz und Kunststoffe abgeben. Außerhalb der Öffnungszeiten sollen Wachhunde aufpassen, dass kein Einbrecher einsteigt und Wertstoffe stiehlt. Besonders Kupferkabel hatten in der Vergangenheit Begehrlichkeiten geweckt. 

eh

Quelle: op-online.de

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