Regen lässt Kerb kalt

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Noch bis einschließlich Dienstag drehen sich die Fahrgeschäfte bei der Weiskircher Kerb.

Weiskirchen  - „Wem ist die Kerb? Unser!“, schallte es Freitag Abend wieder rund um die Fahrgeschäfte zur Kerb im Ortskern. Zum Auftakt begleitete der Musikverein die Jugendfeuerwehr mit dem Kerbborsche vom Kinderkarussell durch den Ort bis zur Feuerwache. Von Peter Petrat

Natürlich durfte zuvor die obligatorische Runde auf dem Karussell nicht fehlen. Kerbvadder Hermann Jäger stellte sich dieser Aufgabe. Am Feuerwehrhaus angekommen, begrüßte er die Besucher, die nach kräftigem Regen zahlreich zur Wache strömten.

Tradition ist der Kerbumzug - mit Kerbborsch natürlich.

„Vor 19 Uhr kam nochmal alles runter, weil jetzt zur Kerb regnet’s nicht“, war einer der Besucher zuversichtlich. Und zumindest der restliche Freitagabend blieb trocken. Musik, Essen und Trinken standen den restlichen Abend dann im Mittelpunkt, nachdem Jäger die Kerb offiziell eröffnet hatte. Zwischendurch konnte Wehrführer Dieter Horch fürs Schubkarrenrennen begeistern. Zwar meldeten sich die Teilnehmer nur zögerlich, dann fand sich aber sogar auch eine weibliche Konkurrenz im Wettlauf um körbchenweise Bier. Bei den Männern setzte sich Christian Staab durch, er balancierte die beladene Schubkarre am schnellsten durch den Hütchenparcours.

Dankeschön einer Schwangeren

Mit Getränkegutscheinen und Rauchmeldern bedankte sich die Feuerwehr bei den Teilnehmern.

Dieter Horch freute sich am Rand der Veranstaltung auch über das Dankeschön einer schwangeren Frau, die vergangene Woche von der Feuerwehr mit der Drehleiter aus ihrer Wohnung geborgen worden war. Weiter ging es mit dem bunten Treiben am Samstag. Trotz unbeständigen Wetters besuchten Jugendliche und Familien die Buden und Stände auf der Hauptstraße. Ein Großvater kaufte seinen Enkeln Zuckerwatte, eine Gruppe Mädchen versuchte sein Glück an der Lostrommel, und nebenan strahlten Kinderaugen, als sich das Kinderkarussell mit seinen Feuerwehrautos und Flugzeugen in Bewegung setzte.

Auch Ortsvorsteherin Annemarie Jonas (links) stürzte sich ins Schubkarrenrennen.

Zum Auftritt des Musikvereins blieb es leider nicht trocken. Doch mit aller Kraft versuchten die Musiker die Regenwolken mit Pauken und Trompeten sprichwörtlich wegzublasen. Auch beim Farb- und Gestaltkanarienclub blieb der große Besucherzulauf wetterbedingt leider aus, bedauerte der Vorsitzende Oswin Neuhäusel. Dabei hatte der Verein nach den Problemen der letzten Zeit auf die Einnahmen gehofft. Aus finanziellen und personellen Gründen stand der Verein vor kurzer Zeit am Wendepunkt Nachdem der Club krankheitsbedingt ein Jahr ohne Vorsitzenden auskommen musste, hat sich der harte Kern an Mitgliedern und Züchtern nun dazu entschlossen, mit neuem Vorstand den Verein wieder dorthin zu bringen, wo man züchterisch und gesellschaftlich einmal gestanden hat, sowie das Vereinsheim zu halten. Neuhäusel, der allein 200 Exoten sein Eigen nennt, steht bei Fragen zu den bunten Pietmätzen jederzeit zur Verfügung (s  16405) und unterstützt Neulinge, um den ersten Kontakt mit den Vögeln ohne große Kosten zu ermöglichen. Auch die Betreuung der über 170 Vogelkästen in der Umgebung soll wieder verstärkt werden.

So feiert Weiskirchen die Kerb

Weiskirchen feiert die Kerb

Bis einschließlich Dienstag haben die Fahrgeschäfte noch geöffnet. Dann endet mit der feierlichen Verbrennung des Kerbborschen am alten Spritzenhaus die Kerb.

Quelle: op-online.de

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