Nieder-Roden

Residenz ist „hervorragendes Angebot der Altenhilfe“

Das Versprechen war willkommen: „Das Haus soll ein Bestandteil der Seniorenarbeit in Rodgau sein“, kündigte Getraud Rebmann gestern bei der offiziellen Eröffnung der „Seniorenresidenz Rodgau“ an.

Nieder-Roden (bp) - Die 40-jährige Urberacherin leitet das Haus an der Frankfurter Straße 78  - 80. Bisher war die Kinderkrankenschwester und diplomierte Pflegewirtin bei einem großen Wohlfahrtsverband in Hessen als Referentin tätig.

Gestern feierte sie mit der Vorstandsspitze des Residenzbetreibers von der Unternehmensgruppe K & S, Dr. Kranz Sozialbau und Betreuung, sowie mit Gästen aus Kirche, Wirtschaft und Politik. Dabei waren natürlich auch die ersten sieben Bewohner der Einrichtung mit 99 Pflegeplätzen. Vorstandsvorsitzender Rudolf Priemer stellte die Bewohner, von denen die ersten am 9. Januar eingezogen waren, ins Zentrum seiner Ansprache. Den Mensch in den Mittelpunkt allen Bemühens zu stellen, sei „die Mission“ der K & S Gruppe, skizzierte der Firmenboss überdies das Selbstverständnis des 1981 gegründeten Unternehmens, das fast 2 000 Mitarbeiter an 100 Betriebsstätten (darunter 22 Seniorenresidenzen) beschäftigt. Stolz lobte der Vorstandschef seine Mitarbeiter, für die mit dem neuen Angebot 55 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Kapital lasse sich beschaffen, aber Menschen müsse man gewinnen. „Wir sind stolz, sie als Mitarbeiter gewonnen zu haben“, rief er den Beschäftigten zu.

Bundestagsmitglied Gerald Weiß (CDU) bezeichnete das neue Haus als ein „hervorragendes Angebot der Altenhilfe“. Die Stadt Rodgau habe sich mit K & S einen „ausgezeichneten Partner“ gesucht. Weiß nannte Merkmale des „Pflegemarkts“ und ging auf aktuelle Entwicklungen ein. Schon heute verdienten eine halbe Million Frauen und Männer ihr Geld in der Pflege. Die Branche mache einen Jahresumsatz von 44 Milliarden Euro. In den kommenden Jahren werde eine Verdreifachung der Beschäftigtenzahl erwartet. Kein anderer Sektor im Dienstleistungsbereich habe ein solches Wachstum vorzuweisen. „Insofern sind wir froh, den Pflegemarkt geöffnet zu haben.“

Bürgermeister Alois Schwab lobte K & S als „professionell, zuverlässig und kompetent“. In Rodgau werde die Zahl der über 80-Jährigen bis zum Jahr 2020 um gut 1 000 auf dann etwa 2 800 steigen. Deshalb sei das neue wohnortnahe Angebot „für viele beruhigend“. Diakon Wolfgang Habdank (St. Matthias) und Pfarrerin Leonore Leonberger (evangelische Kirche) erbaten den Segen für das Haus, die Bewohner und Mitarbeiter. Für einen guten Ton sorgte das Holzbläserquartett „Quartando“.

Quelle: op-online.de

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