„Riesenspaß an guter Rockmusik“

Peter Osterwold bei der Verleihung der Bürgermedaille. -eh

Rodgau - (eh) Ärzte und Krankenkassen warnen vor Dauerbeschallung mit lauter Musik. Die „Rodgau Monotones“, jüngst mit der goldenen Bürgermedaille der Stadt Rodgau ausgezeichnet, vertreten das genaue Gegenteil: „Ein Leben für Lärm“ heißt ihre aktuelle CD von 2008. Ein Lärm-Experte an vorderster (Bühnen-)Front ist Sänger Peter Osterwold (58) mit gut 30 Jahren Bühnenerfahrung.

Bereits 1983 warnte er auf der Langspielplatte „Fluchtpunkt Dudenhofen“ vor den Folgen: „Mein Ohrenarzt hat sich ein Haus gebaut, es ist zu laut.“

Wie gut hören Sie eigentlich noch?

Ich glaube mein Gehör ist noch okay, ich höre zumindest nachts noch die Uhren ticken...

Welcher Lärmpegel herrscht während eines Konzerts auf der Bühne?

Laut unserem Cheftechniker haben wir so 100 bis 105 Dezibel auf der Bühne.

Was tun Sie, damit Ihr Gehör dabei keinen Schaden nimmt?

Nichts Spezielles! Hauptsache meine Monitore sind schön laut, was meine Mitmusiker nicht immer so toll finden, und wenn ich mich dann wohl fühle im „Lärm“, finden das meine Ohren auch angenehm!

Was sagen Sie Eltern, die ihren Kindern den Besuch von Rockkonzerten verbieten wollen?

Wenn Eltern ihren Kindern Rockkonzerte verbieten, ist das für die Kids um so mehr Anreiz ihre Rock-Idole live zu sehen! Allerdings sollten die Kids schon Oropax oder ähnliches dabei haben. Ich kann mich an ein Konzert von „Rose Tattoo“ erinnern, das war schon sehr, sehr unangenehm laut. Bei unseren Konzerten gibt es diese Ohrstopfen übrigens kostenlos am Verkaufsstand.

Welche Botschaft verbinden Sie mit „Ein Leben für Lärm“?

„Ein Leben für Lärm“ bedeutet für mich einfach nur Riesenspaß an guter Rockmusik! Und gewisse Musik kommt einfach nur bei einer gewissen Lautstärke gut rüber … aber das soll jeder für sich selbst entscheiden.

INTERVIEW

Quelle: op-online.de

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