Ritt über die Alpen

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Hobby-Radfahrer und doch Leistungssportler: Matthias Stark (rechts) und Harald Buss zieht es für sieben Tage in die Alpen über 18 Pässe. Die 400 Kilometer bis zum Startort Sonthofen im Allgäu sind das geringste Problem, sie werden mit dem Begleitfahrzeug zurückgelegt. Aber danach heißt es in die Pedale treten, was Waden und Oberschenkel hergeben.

Jügesheim - (pul) Das Sportgerät ist geprüft, das Trainingspensum absolviert - für Matthias Stark aus Jügesheim und seinen Kameraden Harald Buss (Worfelden bei Büttelborn) kann es losgehen. Vor ihnen liegt das schwerste Amateur-Straßenrennen für Rennradfahrer.

Seit Dezember ist der heutige Freitag dick und Rot im Kalender von Matthias Stark angekreuzt. Die Transalp mit sieben Alpen-Etappen und 18 000 Höhenmeter bilden die sportliche Herausforderung seines Lebens. Dabei misst sich der 41-Jährige aus der Mühlstraße mit Sportlern von allen Kontinenten.

Der Tourverlauf kann im Internet unter verfolgt werden.

Die 400 Kilometer bis zum Startort Sonthofen im Allgäu sind das geringste Problem, die werden mit dem Begleitfahrzeug zurückgelegt. Aber in den Tagen danach heißt es in die Pedale treten was Waden und Oberschenkel hergeben. Durch Österreichs Skiorte Ischgl und Sölden ziehen die 1 200 Sportler plus deren Begleitfahrzeuge. Medizinische und technische Unterstützung haben die Pedalritter dabei immer im Schlepptau.

880 Kilometer lang ist die gesamte Tour. Von der Distanz her kein Problem für Matthias Stark, schließlich reicht sein wöchentliches Trainingspensum an die 700 Kilometer heran. Stünden dem Gipfelstürmer da nur nicht die Berge im Weg.

Vor dem 3. Juli hat nicht nur er Respekt. Auf der 181-Kilometer-Etappe heißt es 3 770 schweißtreibende Höhenmeter, davon 1 400 am Stück, zu bewältigen.

Tags darauf wartet fünf Kilometer nördlich des Gardasees das Ende der Leiden auf die Radrennfahrer.

Die Schönheit der Altstadt von Arco wird für viele Strapazen entschädigen. Von der wundervollen alpinen Landschaft wird Matthias Stark während des Rennens nämlich nichts sehen. Da gilt die volle Konzentration dem Rennverlauf.

Anschließend müssen wir uns eine DVD mit Filmaufnahmen kaufen, damit wir wissen, wo wir waren“, freut er sich schon heute. Und vielleicht lässt ein Sprung in den kühlen Gardasee die Schmerzen vergessen.

Quelle: op-online.de

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