Rodau ist auf dem Weg der Besserung

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So sah die Rodau nahe der Bahnhofstraße bei Weiskirchen, nachdem ein Wasserfärbetest in der Kläranlage schief gegangen war.

Rodgau (swi) ‐ 15 Monate nach dem Störfall in der Kläranlage Weiskirchen hat sich die Rodau weitgehend erholt. Vollständig abgeschlossen ist diese Regeneration allerdings nicht. Das geht aus dem Untersuchungsbericht eines Fachinstituts aus Kirtorf an die Stadtwerke hervor.

Am 25. Juni 2008 hatten Unbekannte ein hoch konzentriertes Pflanzenschutzmittel illegal in die Rodau gekippt. Das verursachte ein Fischsterben. Überdies bracht das Ökosystem der Kläranlage in Weiskirchen zusammen. Deshalb gelangte ungeklärtes Wasser in die Rodau. Erhalten geblieben waren nur wenige Fischarten nahe der Mündung in den Main. Diese konnten sich retten, solange das Abwasser noch nicht komplett mit dem Flusswasser vermischt war.

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Der Fischbestand (Schmerle, Stichling, Gründling, Döbel) hat sich dem Bericht zufolge seit dem verändert; die vier Hauptfischarten sind nun wieder an jeder getesteten Stelle nachweisbar, teilweise sogar in stärkerer Zahl als vor dem Störfall. Vor dem Zwischenfall nur als Einzelexemplar gefundene Fischarten sind nicht wieder aufgetreten. Teilweise sind neue Fischarten aus der Mainmündung in andere Flussgebiete übergesiedelt und nun in der Rodau präsent. Der weitere Zuwachs des Fischbestandes ist auf Reproduktion der überlebenden Individuen zurück zu führen.

Der Bestand an wirbellosen Tieren im betroffenen Bereich gilt als regeneriert. Eine Beurteilung der Regeneration dieser Lebewesen sei besonders schwierig, da diese Tiere teilweise nicht in jeder Entwicklungsphase im Wasser lebten und dort somit auch nicht immer nachweisbar seien. Die Wasserpflanzen sowie Pflanzen am Ufer nahmen keinen Schaden.

Quelle: op-online.de

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