Mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger

Frischer Kies auf dem Rodauweg

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Radfahrer und Fußgänger nutzen den Weg entlang der Rodau gern, um abseits viel befahrener Straßen naturnah und sicher voranzukommen.

Rodgau - Die Stadt hat ein Herz für Fußgänger und Radfahrer. Mit dem Ausbau des Wegs entlang der Rodau in Jügesheim an der Eisenbahnstraße wird nun schon die vierte Rad- und Fußwegeverbindung abseits stark befahrener Straßen auf Vordermann gebracht.

Der früher nur teils 50 bis 60 Zentimeter schmale Trampelpfad ist jetzt 2,50 Meter breit und verfügt über eine ordentliche Fahrbahndecke aus Bessunger Kies. Noch 4,3 Kilometer fehlen, dann ist der Rodauweg durchgängig befahrbar.

Damit realisiert die Stadt im Zuge ihres Rodauwegkonzepts Verbesserungen, die das Parlament schon Ende 2011 als „Sofortmaßnahmen“ beschlossen hatte. Grund für die Verzögerung: Zwischenzeitlich wechselte die Verantwortung für Tiefbauarbeiten von der Stadt zu den Stadtwerken. „Alles musste im Wirtschaftsplan neu budgetiert werden“, erläuterte gestern Bürgermeister Jürgen Hoffmann vor der Presse.

Erst Mitte des Jahres war der Wirtschaftsplan der Stadtwerke genehmigt und damit die Grundlage für die Realisierung von fünf Projekten geschaffen worden. Aber der lange Winter brachte die ursprüngliche Zeitplanung durcheinander. Auch wenn noch rund 4 390 Meter für einen durchgängigen Rodauweg fehlen, haben sich die Verbindung und deren Nutzungsmöglichkeit auch jetzt schon erkennbar verbessert.

Kosten von rund 11.000 Euro

Drei Maßnahmen in Jügesheim und zwei in Dudenhofen sind jetzt fertig. Nördlich der Egerstraße, von Finkensee bis Egerstraße, wurden für etwa 10.000 Euro rund 200 Meter des vorhandenen Weges ausgebessert und 100 Meter ausgebaut. Südlich der Egerstraße wurden 130 Meter des bewachsenen Feldweges als wassergebundene Decke erstellt. Die Kosten hierfür betrugen rund 11.000 Euro.

Der schmale Kiespfad südlich der Eisenbahnstraße ist ebenfalls unter die Sofortmaßnahmen gefallen. Auf einer Länge von 310 Metern ist der Weg sowohl verbreitert, als auch mit entsprechendem Belag ausgebaut. Zudem sind die Bordsteine an der Eisenbahnstraße abgesenkt und damit die Querung der Straße sicherer gemacht worden. Kosten: etwa 18.000 Euro.

In Dudenhofen wurde an der Opelstraße durch den Abbau der Leitplanke und einer Markierung für Radfahrer ebenfalls die Querung gesichert (4.000 Euro). Das zweite Projekt in Dudenhofen wurde zwischen Wiesenstraße und Bachgasse für etwa 9 000 Euro realisiert. Dort wurde auf 150 Metern ebenfalls der ursprüngliche Feld- und Kiesweg als wassergebundene Wegedecke ausgebaut.

Eine Aufweitung der nur knapp 2,30 Meter hohen Unterführung der Landesstraße 3116 Richtung Babenhausen musste hingegen wegen zu hoher Kosten gestrichen werden. „Entweder müsste man die Brücke anheben, damit Radfahrer den Kopf nicht mehr einziehen müssen, oder einen Tunnel durch den Wall bauen. Das ist zu teuer“, berichtete der stellvertretende Betriebsleiter der Stadtwerke, Helmut Wiegand.

Natur erleben abseits von Lärm und Verkehr

Der Idee, sich entlang der Rodau zu Fuß oder mit dem Rad zu bewegen, folgt das Rodauwegkonzept. Abseits von Lärm und Straßenverkehr sollen die Nutzer die Natur und vor allen Dingen die Nähe zu Rodgaus natürlichster Verbindung erleben können. Ziel des Konzeptes war und ist, die bereits bestehenden Wege untereinander zu verbinden und damit Lücken zu schließen. Dafür wurden alle Wege entlang der Rodau erfasst und in Kategorien eingeteilt: Feldweg und Pfad, wassergebundene Decke, Asphalt und Straße.

Die künftige Routenführung gab Aufschluss darüber, wo Verbesserungen nötig sind. Freilich können nicht alle Lückenschlüsse sofort erledigt werden. An manchen Stellen steht vor einer baulichen Veränderung ein Grunderwerb. Oder die Maßnahmen sind so teuer, dass sie sich bei der Haushaltslage der Stadt nicht unmittelbar realisieren lassen.

Bürgermeister Hoffmann plädiert dafür, ab 2014 mit dem Ausbau Stück für Stück weiterzumachen. Geplant ist auch eine Beschilderung der Hauptroute. Wünschenswert ist überdies eine Kooperation mit den Nachbarkommunen Rödermark, Obertshausen und Mühlheim für einen durchgängigen Weg entlang des kleinen Flusslaufes - von der Quelle bis zur Mündung in den Main.

(bp)

Quelle: op-online.de

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