Keine Rücksicht auf Bräuche

Ärger um frühe Abfuhr der Christbäume

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Rodgau - Ungewöhnlich früh beginnt die Abfuhr der Christbäume in Rodgau. Bereits heute werden die Bäume in Nieder-Roden abgeholt. „Viel zu früh“, kritisiert Irmfriede Krausch aus Nieder-Roden, die früher für die SPD im Stadtparlament saß.

Die Terminwahl nehme keine Rücksicht auf Weihnachtsbräuche der Familien aus anderen Ländern. Der Dreikönigstag am 6. Januar sei in Spanien und weiten Teilen Italiens erst der Festtag, an dem die Kinder ihre Geschenke bekommen. „Ich bin keine Nörglerin. Aber das geht an den Bürgern vorbei“, meint die frühere Vorsitzende des Sport- und Kulturausschusses. Im vergangenen Jahr sei es doch auch möglich gewesen, die Christbäume erst um den 21. Januar abzufahren.

„Bis zum 6. Januar bleiben die Bäume immer stehen. Der Dreikönigstag ist uns heilig“, sagt die zuständige Abteilungsleiterin der Stadtwerke Rodgau, Sabine Kretschmer. Abfuhrtermine würden immer in Abstimmung mit dem Abfuhrunternehmen festgelegt: „Als wir die Termine im Oktober vereinbart haben, mussten wir auch berücksichtigen, dass Remondis auch in anderen Kommunen die Weihnachtsbäume abfährt.“ Es gebe keinen Termin, mit dem jeder einverstanden sei. „Letztes Jahr war die Abfuhr später, da hatten wir auch Beschwerden.“

Weihnachtsbäume der OP-Leser: die Einsendungen

eh

Quelle: op-online.de

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