Angriff mit Messer auf Islamkritiker

Eine Schutzweste rettet Zahid Khan

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Autor Zahid Khan

Rodgau - Erneut ist es zu einem Angriff auf den Rodgauer Islamkritiker Zahid Khan gekommen. Er ist gestern Nacht von einem Unbekannten vor seinem Haus in Nieder-Roden mit einem Messer angegangen worden. Eine Schutzweste rettete sein Leben. Von Angelika Dürbaum

War es wieder ein Mordanschlag wie schon am 29. Juli? Noah Krüger von der Staatsanwaltschaft Darmstadt will sich da noch nicht festlegen. Die Ermittlungen seien ja gerade erst angelaufen und gingen in alle Richtungen.

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Zahid Khan ist sich dagegen sicher: Dass, was sich da um 1. 30 Uhr in der Nacht zum Dienstag vor seinem Hof in Nieder-Roden abgespielt hat, war ein erneuter Anschlag auf sein Leben. Der islamkritische Autor war gerade aus dem Auto gestiegen und wollte das Tor öffnen, als ein Auto mit zwei Männern vorfuhr. Dann sei alles sehr schnell gegangen, berichtet er im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein Mann sei aus dem Wagen gestiegen und habe ihn mit einem Messer angegriffen. Dank einer Schutzweste, die er immer trage, sei ihm nichts passiert. Pfefferspray habe den Angreifer schließlich in die Flucht geschlagen. Der Mann sei wieder ins Auto gesprungen, der Fahrer habe Gas gegeben.

Mehrfache Todesdrohungen

Khan ist sich sicher, dass die Angreifer Araber waren, einer habe einen Kaftan getragen. Nach Angaben, die er bei der Polizei machte, soll der Angreifer etwa 30 bis 40 Jahre alt und zirka 1,75 Meter groß gewesen sein. Er sei mit einem kleinen weißen Kastenwagen über die Rodgau-Ring-Straße in Richtung Rollwald weggefahren.

Khan, der sich selbst als Prophet sieht, hat mit Büchern wie „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“ den Hass fundamentalistischer Muslime auf sich gezogen. Im Juni hielt er eine Kundgebung in Offenbach mit dem Titel „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ ab. Er wird ständig, aber nicht rund um die Uhr vom Staatsschutz bewacht. Er sei sehr vorsichtig geworden, wisse, dass er von Moslems verfolgt werde, berichtete er gestern. Er sei schon mehrfach mit dem Tod bedroht worden. In seiner Heimat Pakistan steht der 57-Jährige auf einer Schwarzen Liste, wurde zu einer Haftstrafe von 14 Jahren verurteilt.

Der Anschlag auf Khan im Sommer, der sich in einem Waldstück zwischen zwischen Rodgau und Dietzenbach ereignete, wird bald vor Gericht verhandelt. Drei Männer sitzen wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Unter ihnen der islamistische Aktivist Stefan Salim N. aus Marburg, der als Drahtzieher und Auftraggeber gilt. Khan konnte damals entkommen, weil er in Notwehr auf die drei Angreifer schoss und einen schwer verletzte. Khan ist Besitzer eines Waffenscheines.

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Quelle: op-online.de

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