Bagger versetzen Berge

Bahnhofsvorplatz Dudenhofen bleibt eine Baustelle

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Hier fährt bald der Bus nach Babenhausen ab: Beinahe täglich ändert sich der Anblick der Baustelle an der S-Bahn-Station Dudenhofen.

Dudenhofen - Die Bauarbeiten an der S-Bahn-Station Dudenhofen machen Fortschritte. Die Buszufahrt ist abgesteckt, Bordsteine liegen bereit und große Mengen an Erde werden auf den künftigen Grünflächen verteilt.

Bushaltestelle und die ersten Parkplätze sollen im Frühjahr fertig sein. Der Umbau des Platzes vor dem Bahnhof dauert voraussichtlich bis zum Jahresende. Drei große Baumaschinen gleichzeitig kurven brummend über das Gelände. Nicht nur kleine Kinder finden das faszinierend. Auch wartende S-Bahn-Kunden auf dem Bahnsteig wenden immer wieder den Blick von ihren Smartphones ab und schauen den Bauarbeitern zu.

Eine Fläche von etwa 5000 Quadratmetern erhält ein neues Gesicht. Das kostet rund 1,1 Millionen Euro. Die Hälfte davon übernimmt die Stadt Rodgau, für die andere Hälfte ist ein Landeszuschuss zugesagt. Zunächst werden Buszufahrt und Parkplätze angelegt. Die Haltestelle der Buslinie K 86 (Dudenhofen – Babenhausen) wird an die Bahnsteigtreppe verlegt. Bisher halten die Busse am Rand der Mainzer Straße, rund 150 Meter vom Bahnsteig entfernt.

Neben der Buswendeschleife entstehen Parkplätze für 42 Autos. Auch neue Fahrradständer sind geplant. Ein paar junge Bäume wurden bereits gepflanzt.

Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt sollen im Frühjahr beendet sein. Danach geht es an den eigentlichen Bahnhofsvorplatz. Zunächst werden Parkplätze angelegt – voraussichtlich bis Mitte August. Die restliche Fläche bis zur Ecke Karlstraße / Friedberger Straße dürfte die Bauarbeiter bis Jahresende beschäftigen.

Dort, wo jetzt noch einige Autos zwischen Bäumen und auf der Erde parken, soll eine neue Visitenkarte des Stadtteils entstehen. Der Entwurf der Planergruppe ROB aus Schwalbach sieht einen ovalen Platz mit Sitzbänken vor. Der Förderkreis für kulturelle Projekte will dort eine Skulptur aufstellen.

15 Jahre nach dem S-Bahn-Start soll dann auch Dudenhofen ein modernes Bahnhofsumfeld aufweisen. Bei den Verhandlungen über die S-Bahn-Finanzierung war es nicht gelungen, den Bahnhofsvorplatz in die Verträge aufzunehmen.

Leserbilder: Die schönsten Plätze in Rodgau

Seither erlebte Rodgau an dieser Stelle eine beispiellose Hängepartie. Mindestens vier Gestaltungsentwürfe wurden in den politischen Gremien diskutiert und beschlossen. Alle hatten zum Ziel, das wilde Parken vor dem Bahnhof zu unterbinden und den Platz so umzubauen, dass er zum Verweilen einlädt.

Der erste Plan enthielt noch das Naturdenkmal „Flatterulme“, einen 150 Jahre alten Baum, der 2008 dem Ulmensplintkäfer zum Opfer fiel und gefällt werden musste.

Der Bahnhofsvorplatz Dudenhofen begleitet Bürgermeister Jürgen Hoffmann seit dem Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2010: Die Eigentumsverhältnisse waren das größte Problem. Nur ein Teil des Bahnhofsvorplatzes war in städtischem Eigentum, der Rest gehörte wechselnden Tochterfirmen der Deutschen Bahn. Die Stadt handelte die Kaufpreisforderung der Bahn von über 100 auf rund 20 Euro pro Quadratmeter herunter. Das Warten auf den Landeszuschuss erwies sich als letzte Geduldsprobe. (eh)

Quelle: op-online.de

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