Sozialprojekt „Tante Emma“

Banken verhindern Betrug

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Rodgau - Aufmerksame Mitarbeiter zweier Geldinstitute haben verhindert, dass Betrüger das Sozialprojekt „Tante Emma“ um 18.000 Euro erleichtern.

Experten der Sparkasse Langen-Seligenstadt und der Vereinigten Volksbank Maingau fielen verdächtige Überweisungsträger auf, die angeblich von der Lebensmittelverteilstelle „Tante Emma“ kamen. Darauf überwies ein ominöser Ali A. namens „Emma“ jeweils etwa 9000 Euro an eine Bank in Polen. Die Volksbank und die Sparkasse nahmen Kontakt mit „Tante Emma“ auf und machten den Coup damit zunichte. Der Täter hatte sich wohl im Internet die Konto-Daten beschafft, die Überweisungsträger ausgefüllt und bei den Banken eingeworfen. Der Vorstand von „Tante Emma“ hat veranlasst, dass entsprechende Daten nicht mehr im Internet stehen. Auch wurde Strafanzeige erstattet.

Die Sparkasse zählte in den letzten Wochen fünf solcher Fälle. Ein Sprecher sagte, die Mitarbeiter seien nun noch wachsamer als ohnehin. Generell würden Überweisungen „gesondert geprüft und begutachtet“. Bei Verdacht werde Rücksprache mit dem Kunden gehalten. So ähnlich funktioniert’s auch bei der Vereinigten Volksbank Maingau. „Ab einer bestimmten Grenze wird zurückgerufen“, informiert Sprecher Udo Heberer. Der Offenbacher Polizei ist die Masche bekannt. Zwar sei der Betrug mit Überweisungsträgern wegen des immer beliebteren Onlinebankings rückläufig. „Aber es kommt immer wieder vor“, berichtet Sprecher Ingbert Zacharias. Zuweilen würden weggeworfene Durchschläge von Überweisungsträgern gegriffen oder bereits ausgefüllte Papiere aus Briefkästen gefischt und im Sinne der Täter umgeschrieben.

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Ziel-Banken der kriminellen Überweisungen sind dann Geldinstitute meist in Osteuropa: Polen, Bulgarien, Estland. „Entweder eröffnen dort reelle Personen in betrügerischer Absicht ein Konto oder es werden einfach falsche Papiere vorgelegt“, erläutert ein Experte des Betrugskommissariats der Offenbacher Polizei. Er rät, Überweisungsträger immer persönlich am Bankschalter abzugeben.

bp

Quelle: op-online.de

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