Rodgau baut zwei Windräder

Rodgau (bp) - Die Stadt macht Tempo bei der Nutzung regenerativer Energien. Bis 2013 sollen in Rodgau vorerst zwei Windräder stehen. Das sieht eine Absichtserklärung vor, die der Magistrat jetzt beschlossen hat. Außerdem formiert sich derzeit eine Bürgersolargesellschaft.

Diese möchte in eigener Regie Solaranlagen auf städtischen Gebäuden und den Feuerwehrhäusern bauen und betreiben. An einem Info-Treffen dazu nahmen 46 Bürger teil. 24 trugen sich in eine Teilnehmerliste für die Bürgersolargesellschaft ein. Etwa 50 bis 100 Mitglieder sind bis zur Gründung nötig, um wirtschaftlich arbeiten zu können.

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Wirbel um Windräder

Die Windkraftpläne stellten gestern Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) und Stadtrat Michael Schüßler (FDP) der Presse vor. Die zwei jeweils 140 Meter hohen Räder sollen auf städtischem Gelände südöstlich des Schönstattzentrums Weiskirchen im Wald Richtung Froschhausen in den Himmel ragen. Hoffmann und Schüßler sagten, es gebe bereits einen Investor, der die Anlage bauen möchte. Der konkrete Vertrag mit ihm müsse aber noch geschlossen werden.

Dem Forschungsprojekt „Erneuerbar komm!“ der Fachhochschule Frankfurt (FH) zufolge besteht in Rodgau das Potenzial für bis zu acht Windräder. Auch an Standorten würde es nicht mangeln. Theoretisch sind in unserer Region zurzeit fast überall Windräder genehmigungsfähig. Denn dafür speziell ausgewiesene Flächen gibt es nicht. Der Planungsverband Frankfurt Rhein-Main arbeitet ein entsprechendes Kataster erst noch aus. Das Kataster soll auch festlegen, wo Biogasanlagen entstehen sollen und wo nicht.

Der Versuch des Planungsverbands, Flächen für Windräder zu reservieren, war 2008/2009 am Widerspruch aus der kommunalen Politik gescheitert. Dann kamen mit der Reaktorkatastrophe in Japan das Umdenken und die Energiewende.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Ferdinand Lacour/pixelio.de

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