Vielfaltserklärung unterzeichnet 

Rodgau bekennt sich zu Toleranz

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Zu den Erstunterzeichnern gehörte auch Stadtverordnetenvorsteherin Anette Schweikart-Paul.

Toleranz und Respekt werden in Rodgau großgeschrieben. Das betont auch die Rodgauer Vielfaltserklärung, die am Donnerstag feierlich unterzeichnet wurde. Vertreter von 65 Organisationen, insgesamt mehr als 100 Personen, setzten ihre Unterschriften unter das Dokument. 

Rodgau - Nach dem Wunsch der Initiatoren soll sich daraus eine breite Bürgerbewegung entwickeln. Jeder, der möchte, kann die Erklärung unterzeichnen – einen Vordruck dafür gibt’s im Rathaus und per Internet.

Die Erklärung formuliert gemeinsame Werte, die die Stadtgesellschaft zusammenhalten: „Ein starkes Signal für Vielfalt in unserer Stadt“, wie Bürgermeister Jürgen Hoffmann sagt. Er betont, „dass wir uns in einer Welt befinden, in der wir deutlich machen müssen, wofür wir stehen“. Und das sei eben eine Kultur des Miteinanders und nicht des Egoismus und der Abgrenzung.

Ein Arbeitskreis interessierter Bürger hatte das Werte-Papier innerhalb mehrerer Monate formuliert. Eine breite Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung bestätigte die Erklärung im September. „Alles, was da drinsteht, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein“, meinte Vanessa Holly vom städtischen Büro für Teilhabe und Vielfalt bei der Feier am Donnerstag. 

Rodgau: Signal für Vielfalt 

In einer Zeit der Polarisierung und der Spaltung der Gesellschaft sei es wichtig, sich auf gemeinsame Werte zu besinnen. Vielfalt bedeute mehr als das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Es gehe um Junge und Alte, Männer und Frauen, um Menschen mit und ohne Behinderung, um Menschen unterschiedlicher Herkunft und aller Religionen.

Fünf Ehrenamtliche berichteten in einer Gesprächsrunde über ihren Einsatz für das Miteinander in Rodgau: Mans Vissers vom Flüchtlingsnetzwerk, Annemarie Jonas von der Sportvereinigung Weiskirchen, Bernhard Koser von der Suppenküche 5 und 2 in Nieder-Roden, die Künstlerin Birgit Mayer (Projekt „Wimpelkette für Rodgau“) und Martin Rauchhaus vom Kirchenvorstand der evangelischen Trinitatisgemeinde.

Sie stehen für Vielfalt in Rodgau: Vertreter von 65 Organisationen unterzeichneten am Donnerstag eine Selbstverpflichtung für Toleranz, Respekt und Offenheit. 

Gesichter und kurze Aussagen zum Zusammenleben in Rodgau zeigt ein Fünf-Minuten-Video von Johannes Missenharter, das nächste Woche auch auf den Internetseiten der Stadt Rodgau verfügbar ist. „Vielfalt finde ich eine Bereicherung, keine Beeinträchtigung“, sagt die Erzieherin Monika Cunsolo im Video. Bürgermeister Hoffmann ruft dazu auf, „dass wir die Vielfalt als Teil unseres Lebens akzeptieren und genießen“. Ein besonders eingängiges Bild hat der ehrenamtliche Integrationslotse Irfan Ahmad gefunden. Er vergleicht die Vielfalt in der Bevölkerung mit einem Garten voller bunter Blumen: „Wenn nur eine Blume da wäre, dann wäre es ja ein bisschen langweilig.“  Von Ekkehard Wolf

Infos im Internet unter rodgau.de/vielfalt

Quelle: op-online.de

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