Rodgau dankt seinen Meistern

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Mit Gold zeichneten der gerade 70 gewordene Sportkreisvorsitzende Peter Dinkel (links) und Bürgermeister Alois Schwab Rodgaus erfolgreichste Sportler und Züchter aus.

Weiskirchen ‐ Drei Meyers sind Rodgaus Sportler des Jahres 2009. Dieser Name ist im Städtchen durchaus verbreitet, die Sportart hingegen macht die Titelträger eher zu Exoten. Von Michael Löw

Christel Meyer und ihr Mann Helmut sowie dessen Bruder Hans-Jürgen rudern. Und das schon seit Jahrzehnten mit Erfolg. Die Pokale der OFFENBACH-POST waren am Samstagabend der mehr als verdiente Lohn für Siege bei Regatten, Meisterschaften, Medaillen bei den World Master Games, den olympischen Spielen für Ältere, und Trainertätigkeiten. Das Meyer-Trio lässt seine Boote in Frankfurt zu Wasser: die Männer bei der Rudergesellschaft Sachsenhausen, die Dame beim Frauenruderverein Freiweg.

Mit der Sportlerehrung - eigentlich müsste die Veranstaltung Sportler- und Züchterehrung heißen - dankt Rodgau jedes Jahr Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen für herausragende Leistungen. Bürgermeister Alois Schwab betonte den städtischen Anteil an diesen Erfolgen: 155 000 Euro erhielten im Jahr 2009 allein die Sportvereine an Basisförderung. Zusammen mit der Förderung kleinerer und mittlerer Investitionen und den Trainingsmöglichkeiten in städtischen Hallen summiere sich die direkte und indirekte Unterstützung der öffentlichen Hand auf rund 750 000 Euro pro Jahr. Großprojekte wie das Sportzentrum vom TGM SV und TGS Jügesheim oder der Kunstrasenplatz des TSV Dudenhofen werden separat mitfinanziert.

Fotos von der Sportlerehrung

80 Einzelsieger und ein Dutzend Mannschaften

„Wir Vereine sind aber keine Bittsteller“, stellte Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel klar und betonte „die riesige soziale Aufgabe“, die in Turnhallen, auf Fußballplätzen und Laufbahnen, im und auf dem Wasser sowie in Zuchtanlagen geleistet wird. Wer seine Freizeit hier verbringt, so Dinkels Tenor, lungert nicht auf der Straße rum.

Zum großen Dankeschön bat Moderator Michael Pommer 80 Einzelsieger und ein Dutzend Mannschaften auf die Bühne. Auszeichnungen in Gold und Silber erhielten unter anderem Taekwondo-Kämpfer, Leichtathleten, Trampolinspringer, Einradfahrer, Langläufer, Gardetänzer und Aerobicsportlerinnen, dazu Hundesportler, Rassegeflügel- und Kanarienzüchter. Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern will die Bandbreite des Rodgauer Sportangebots zeigen.

Ähnlich sieht‘s mit den Titeln aus. Aktive, die für Rodgauer Vereine starten oder wie die Meyers in Rodgau wohnen und für auswärtige Vereine antreten, gewannen hessische und deutsche Meisterschaften, landeten bei nationalen Titelkämpfen unter den besten Zehn oder hatten sich für Europa- oder Weltmeisterschaften qualifiziert.

Gute Tradition hat auch die Verleihung von Ehrenbriefen für langjährige Vorstandsarbeit. Am Samstag wurden Hubert und Maria Simon (TG Nieder-Roden), Herbert Paul (Kirchenchor Weiskirchen) Rudolf Vogl (Männerchor Dudenhofen), Rosemarie Müller (Sängervereinigung Weiskirchen) und Hedwig Rücker (VdK Jügesheim) ausgezeichnet.

Ausrichter der Rodgauer Vereins-Gala war dieses Jahr die Gemeinschaft der Weiskircher Vereine. Für Abwechslung in den Ehrungspausen sorgten Musiker Ewald Kratz, die Jazztanzgruppe der Turngemeinde Hainhausen, die „Quattro Cantores“ Rudolf Vogl, Karl-Heinz Kühnle, Harald und Helmut Deichmann sowie die „Boogie Woogie Oldstars“ des Rodgauer Tanzsportclubs.

Quelle: op-online.de

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