Rodgauer sind mit Taschenlampe unterwegs

Beliebtem Gassigeher-Weg fehlt die Beleuchtung

Morgens und abends nur mit Taschenlampe unterwegs: Clemens Erb hofft, dass der Weg entlang der Rodau beleuchtet wird. Foto: Weil

Dudenhofen – Der kleine Weg entlang der Rodau ist richtig bezaubernd: Zwischen dem Spielplatz Am Flachsberg und dem Sportplatz des TSV Dudenhofen führt auf der Rückseite der letzten Häuser des Dudenhöfer Wohngebietes ein Weg am Wasser vorbei, der nicht nur von Gassigängern gern genutzt wird. Von Simone Weil

Die etwa 350 Meter lange Strecke hat nur einen Nachteil: Früh morgens und abends ist es stockfinster, weil dort keine einzige Straßenlaterne leuchtet.

Seit Dezember hat Clemens Erb einen Hund: Mit dem Havaneser Claudio geht Herrchen nun regelmäßig Gassi. Morgens gegen 6.30 Uhr und abends läuft er eine große Runde entlang der Rodau und auf der anderen Uferseite an den Feldern vorbei. „Dabei ist mir erst einmal aufgefallen, wie dunkel diese Strecke ist“, berichtet er. Deswegen ist er immer mit Taschenlampe unterwegs.

Seine 16-jährige Tochter und seine Frau will er auf gar keinen Fall dort im Dunkeln alleine unterwegs wissen. Der kleine sanftmütige Vierbeiner, für den die Familie sich entschieden hat, jagt nämlich sicher keinen Unhold in die Flucht.

Eine andere Hundehalterin, die an diesem sonnigen Tag am späten Vormittag unterwegs ist, gesteht, dass sie diese Strecke abends und morgens meide, weil es ihr viel zu finster sei. Die Dame weiß sich übrigens in guter Gesellschaft, denn viele Menschen aus dem Wohngebiet seien unzufrieden mit diesen Gegebenheiten auf dem Rodauweg, erzählt sie.

Clemens Erb hat auf seinen regelmäßigen Spaziergängen einen Stromkasten entdeckt und hofft nun, dass seitens der Stadt mit Straßenlaternen nachgebessert wird. Technische Möglichkeiten gebe es also, denkt sich der Hundebesitzer. Der Anwohner der Wiesenstraße weiß aus den vielen Gesprächen mit anderen Passanten, dass auch Radfahrer und Fußgänger sich über eine besser beleuchtete Strecke entlang der Rodau freuen würden. Doch auch die Bewohner der letzten Häuser nahe dem Wasser wären für mehr Licht bestimmt dankbar, nimmt der Dudenhöfer an. Denn dass mache die Örtlichkeiten einfach sicherer und Einbrechern das Leben schwerer.

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Erb denkt an eine ähnliche Installation wie am Bahnpfädchen zwischen Dudenhofen und Nieder-Roden: Dort wurde eine intelligente Test-Beleuchtung mit 15 Laternen eingerichtet, die auf Bewegung reagiert. Das Licht der 80.000 Euro teuren Lampen leuchtet nur, wenn es auch wirklich gebraucht wird.

Bei den Stadtwerken ist man dankbar für diesen wertvollen Hinweis. Denn dort beschäftigt man sich sowieso gerade mit der Frage, an welchen Stellen es möglicherweise sinnvoll sein könnte, weitere Straßenlaternen zu installieren. Freilich nicht ohne eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen. Mit Wünschen allein ist es also nicht getan.

Quelle: op-online.de

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