16 Menschen

Die ersten Flüchtlinge kommen

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Rodgau - Der Kreis Offenbach weist der Stadt die ersten 16 Flüchtlinge zu. 178 werden 2014 insgesamt erwartet. Die 16 kommen am 5. März.

Vorgesehen war vom Kreis zunächst der 4. März. Die Stadt hat mit Hinweis auf den Fastnachtszug an diesem Tag 24 Stunden Aufschub erreicht. Die Asylanten stammen aus Afghanistan, Äthiopien, Pakistan, Somalia und Eritrea. Es handelt sich um Familien, darunter fünf Kinder. Sie lebten bisher in Gemeinschaftsunterkünften.

Erster Stadtrat Michael Schüßler dankte gestern vor der Presse den Vereinen und Privatleuten, die nicht nur Wohnungen an die Stadt für die Unterbringung der Neubürger vermietet haben, sonder sich auch persönlich um Menschen in Not kümmern, die bereits in Rodgau angekommen sind. Schüßler zollte „Respekt vor dieser Entscheidung und diesem Bekenntnis“. Namentlich nannte er die Sportvereinigung Weiskirchen und die SG Nieder-Roden. Die Stadt kann den Neuankömmlingen zwei Wohnungen aus privatem Bestand und drei aus dem eigenen Sozialwohnungs-Pool vermitteln. Option besteht auf weitere zwei Privatwohnungen. In Gesprächen ist die Stadt auch mit Pensionen. Jeden Monat sollen 16 weitere Flüchtlinge anreisen.

Kritik an Flüchtlingspolitik

Erneut übte Schüßler deutliche Kritik an der Flüchtlingspolitik des Kreises Offenbach. Dieser habe zunächst viel zu spät mitgeteilt, wann die Personen kommen. Dann habe die Stadt erst am 24. Februar erfahren, dass sie pro Küche für die Asylbewerberwohnungen nur 750 Euro und für deren Renovierung fünf Euro pro Quadratmeter ausgeben dürfe. Für dieses Geld sei beides nicht zu haben. Die Stadt werde auf einem „ganz beträchtlichen Kostenblock sitzen bleiben“.

Generell sei der vom Kreis gewährte zeitliche Vorlauf viel zu kurz. „Jetzt renovieren wir übers Wochenende.“ Ins Spiel brachte Schüßler auch erneut die Tatsache, dass der Kreis der Stadt diese Kosten zumute, zugleich aber radikale Sparmaßnahmen fordere und den städtischen Haushalt noch nicht genehmigt habe. Das passe nicht zusammen. 

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bp

Quelle: op-online.de

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