Rodgau feierte den Musikverein

Dudenhofen ‐ Es scheint, als habe Rodgau - und besonders Dudenhofen - auf eine solche Gelegenheit zum Feiern nur gewartet. Zumindest ermuntert die Resonanz auf das  Vier-Tage-Fest des 100 Jahre alten Musikvereins Dudenhofen zu diesem Schluss. Von Bernhard Pelka

Zwar hätte das 1500-Mann-Zelt beim Gastspiel der Hanauer „Bockband“ am Freitagabend mehr Besucher verdient gehabt. Doch Samstag bis einschließlich gestern gab‘s dort keine Plätze mehr. Kein Wunder, dass der Erste Vorsitzende Harald Deichmann mit der Sonne um die Wette strahlte. „Der Wahnsinns-Stress und das Risiko haben sich gelohnt.

Es war eine Riesenstimmung, die Leute haben zeitweise auf den Tischen gestanden“, zog der Vereins-Chef zufrieden eine vorläufige Bilanz. Aus seinem engagierten Team hob er namentlich seinen Stellvertreter hervor. „Marcel Klein hat wirklich fast Übermenschliches geleistet. Der hat alles gegeben - wie so viele.“

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Musikverein feiert 100. Geburtstag

Ein Glanzpunkt war der Festzug am Samstag. Landrat Oliver Quilling erlebte dabei eine Premiere. Gleich hinter Festpräsident Deichmann, bei dem sich Ehrendame Svenja Löber eingehakt hatte, schlenderte der Landrat. Oliver Quilling war dabei in guter Gesellschaft. Die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger, der Ehrenausschuss, Altbürgermeister Paul Scherer, die Schirmherrschaften Hildegard Ripper und Karlheinz Kühnle folgten ihm. Sie alle genossen sichtlich die freudige Resonanz am Straßenrand. Hunderte Teilnehmer hatten Spaß daran, nach langen Jahren der Abstinenz einmal wieder im Festzug durch den Ortsteil schreiten zu dürfen.

Musik prägte den Zug - wie könnte es bei diesem Anlass auch anders sein? Blech blasende Freunde aus Münster, des TSV, aus Urberach, Weiskirchen, Nieder-Roden, Hainstadt und auch die Main-Brass Showband aus Offenbach schickten ihre wohl tönenden Abordnungen.

Mit dabei waren auch der Frauenchor, der Männerchor, Cantiamo Dudenhofen und Germania Dudenhofen. Mit einem aufwändig gestalteten Motivwagen erinnerten die Männer an ihre historische Holzversteigerung, die alljährlich im Januar den Veranstaltungskalender anführt.

Freunde aus Belgien zu Gast

Mitten auf dem von Holzstapeln vollgepackten Wagen sägten Herbert Sauerwein und Hans-Günther Heller an einem dicken Balken, während auch Walther Kraus die Gäste am Zugweg mit heißer Fleischwurst aus einem großen Kessel versorgte. Über allem thronte die bundesdeutsche Germania-Edelholzkönigin Beate Böke auf ihrem hölzernen Hochstand.

Hoch hinaus ging‘s auch mit den Freunden aus der belgischen Partnerstadt Nieuwpoort. Sie schickten als meterhohe Attraktion ihre Riesen-Figuren auf den Zugweg. Unter den schwarzen Umhängen waren die Träger der markanten Wahrzeichen bei sengender Sonne wahrlich nicht zu beneiden.

Gerne dabei waren natürlich auch die Sportvereine. Der TSV bereicherte den Umzug mit seinen Einradfahrern und Turnern, der Fahrradclub Rodgau schickte Trialfahrer und der Tanzsportclub Rodgau ließ die Röcke fliegen, während Ortsdiener Manfred Kratz die nächste Nummer einläutete. Gut 60 Minuten schlängelte sich der Lindwurm durch die Gassen, bevor er am Festzelt in der Opelstraße endete.

Quelle: op-online.de

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