Daten der Fluglärm-Messstation

Entspannung am Himmel

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Rodgau - Der Himmel über Rodgau ist im 4. Quartal 2013 im Vergleich zur Jahresmitte leiser geworden. Das geht aus den Daten der Fluglärm-Messstation auf dem Dach des Christian-Zang-Hauses in Weiskirchen hervor. Im 2. Quartal registrierte diese 564 Überflüge.

Zu einer Minderung des Flugverkehrs über Rodgau kam es im 4. Quartal 2013. Das sagen Zahlen der Messstation. Sie dokumentiert den Umgebungslärm in seiner Gesamtheit. Nicht nur Fluglärm, sondern beispielsweise auch Autos und Rasenmäher werden in Dezibel gemessen. Über das Mobilfunknetz Vodafone erreichen diese Messwerte dann den Deutschen Fluglärmdienst, der die Daten auswertet und filtert, welcher Krach wirklich Flugzeugen zuzuordnen ist.

Im 4. Quartal 2013 sind genau 351 Flüge erkannt worden, davon 164 Überflüge im Oktober, 154 im November und 33 im Dezember. Zum Vergleich: Im 2. Quartal 2013 erkannte die Station noch 564 Überflüge. Die variierende Anzahl der erkannten Überflüge pro Monat ist abhängig von der Betriebsrichtung sowie dem Flugverkehrsplan. Am lautesten dröhnte es am Himmel im 4. Quartal am 4. Oktober, 11.48 Uhr mit 76 Dezibel, am 24. November um 11.33 Uhr mit 75 Dezibel und am 12. Dezember um 4.54 Uhr mit satten 86 Dezibel.

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Wie im Jahr 2012 wurden auch 2013 die meisten Überflüge und Lärmereignisse bei der Betriebsrichtung Ost, also bei Ostwind erkannt. Hierbei handelt es sich um startende Flugzeuge vom Frankfurter Flughafen, abhebend in Richtung Osten. Die lautesten erkannten Überflüge im 4. Quartal sind jedoch Landeanflüge in Richtung Westen bei Westwind. Beim lautesten Flieger im Dezember könnte es sich laut einer Mitteilung der städtischen Stadtplanung an das Parlament um den Flug der Deutschen Lufthansa DLH 423/A326 von Boston nach Frankfurt gehandelt haben. Dies bestätigt eine Flugspuren-Darstellung. Besonders ärgerlich ist, dass es sich erneut um einen Flug zu nachtschlafender Zeit handelt. Wie berichtet, darf aus stadtplanerischer Sicht in Wohngebieten zwischen 22 und 6 Uhr ein Orientierungswert von 45 Dezibel in der Regel nicht überschritten werden.

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Auf der Internetseite der Stadt Rodgau oder des Deutschen Fluglärmdiensts können die Grafiken aller gemessenen Werte eingesehen werden. Außerdem können die Flugspuren live in einer entsprechenden Animation verfolgt werden. Beschwerden über zuviel Fluglärm nimmt der Deutsche Fluglärmdienst entgegen. Die Datenauswertung der Fluglärm-Messstation geht weiter.

jg

Quelle: op-online.de

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