Baupläne

Gewerbegebiet Rodgau: Noch nicht alle Eigentümer haben verkauft

An der Gutenbergstraße will die Stadt ein weiteres Gewerbegebiet entwickeln, das die Lücke zwischen dem Gewerbegebiet Jügesheim (im Hintergrund) und dem VGP-Park schließt.
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An der Gutenbergstraße will die Stadt Rodgau ein weiteres Gewerbegebiet entwickeln, das die Lücke zwischen dem Gewerbegebiet Jügesheim (im Hintergrund) und dem VGP-Park schließt.

Das letzte Rodgauer Gewerbegebiet ist so gut wie gesichert. Die Hessische Landgesellschaft (HLG) hat die meisten Grundstücke angekauft. Einige Eigentümer haben sich noch nicht entschieden.

Rodgau – Das Gewerbegebiet D 30 soll die Lücke zwischen dem VGP-Park und dem Gewerbegebiet Jügesheim schließen. Über die Kreisquerverbindung (L 3121) sind sowohl die Bundesstraße 45 als auch der Autobahnanschluss Seligenstadt innerhalb weniger Minuten erreichbar. Das Gebiet D 30 ist die letzte Gewerbefläche, die der regionale Flächennutzungsplan in Rodgau noch erlaubt. Nach Angaben des HLG-Projektleiters Robert Schütz sind fast 60 Kaufverträge notariell beurkundet.

Die Stadt hat die Hessische Landgesellschaft HLG, eine staatliche Treuhandstelle, mit der Entwicklung beauftragt. Die HLG kauft Grundstücke zum Einheitspreis an, sorgt für die Erschließung und verkauft die Bauplätze – alles in Abstimmung mit Magistrat und Stadtverordnetenversammlung.

Gewerbegebiet Rodgau: Zum Einheitspreis von 53 Euro gibt es vielleicht einen Nachschlag

Der Ankauf zieht sich hin. Zwei Jahre sind seit der ersten Kontaktaufnahme mit den Eigentümern vergangen. Nach intensiven Verhandlungen mit einer Interessengemeinschaft aus Eigentümern wurde eine Einigung über den Kaufpreis erzielt.

Die HLG bezahlt 53 Euro pro Quadratmeter; dazu kommt eine Nachzahlung von zwei Euro pro Quadratmeter, falls beim späteren Verkauf des Baulands ein Preis von mehr als 170 Euro pro Quadratmeter erzielt wird. Diese Option hatte die Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen.

Einige Eigentümer haben sich noch nicht für Verkauf entschieden

Mit diesem Ergebnis war der Knoten geplatzt. Nun hat die HLG etwa 10 der 15 Hektar für das Gewerbegebiet Rodgau angekauft. Verträge über weitere 0,9 Hektar stehen kurz vor dem Abschluss. Die Stadt bringt 1,5 Hektar eigene Fläche ein. Nur 2,6 Hektar befinden sich noch in Privatbesitz.

Westlich der Gutenbergstraße ist die Verkaufsbereitschaft fast vollständig gegeben, wie der Magistrat berichtet. Östlich der Gutenbergstraße haben sich sechs oder sieben Eigentümer noch nicht für eine Mitwirkung am neuen Gewerbegebiet in Rodgau entschieden.

Stadt und HLG wollen alle verbliebenen Grundstückseigentümer in den nächsten Wochen zu einem Informationsgespräch einladen, sobald es die Infektionslage erlaubt. Dann soll es unter anderem um den Ablauf des Umlegungsverfahrens gehen.

Nach Ankauf aller Flächen kann der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Rodgau beschlossen werden

Sobald die HLG alle Flächen angekauft hat, können die Stadtverordneten die Aufstellung eines Bebauungsplans beschließen. Nicht gekaufte Grundstücke werden aus dem Bebauungsplan ausgespart.

Mit dem Aufstellungsbeschluss rechnet Robert Schütz für Ende des Jahres. Für den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Rodgau braucht die Stadt ungefähr zwei Jahre, sodass frühestens 2024 die ersten Bagger rollen könnten. Bis dahin, schätzt Schütz, dürfte auch das Gewerbegebiet „Lichte Haide“ (W 18) westlich von Weiskirchen voll belegt sein. (Ekkehard Wolf)

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