Startschuss zum Grunderwerb

Gewerbeland für den Mittelstand

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Das letzte Gewerbegebiet Rodgaus soll nördlich der Kreisquerverbindung entstehen. Die Hessische Landgesellschaft beginnt mit dem Ankauf der Grundstücke.

Dudenhofen – Ein Jahr später als geplant beginnt der Ankauf der Grundstücke für das geplante Gewerbegebiet D 30 nördlich der Kreisquerverbindung. Die 14,8 Hektar sind die letzte zusammenhängende Gewerbefläche in Rodgau, die der Flächennutzungsplan noch erlaubt. Von Ekkehard Wolf

Zum Projektstart fand am Montag eine Eigentümerversammlung im Rathaus statt. Vor rund 80 Zuhörern stellten Bürgermeister Jürgen Hoffmann und die Hessische Landgesellschaft (HLG) das Vorhaben vor. Fast auf den Tag genau ein Jahr zuvor hatte die Stadtverordnetenversammlung die HLG mit der Entwicklung des Gebiets beauftragt und den Kaufpreis festgelegt: 50 Euro je Quadratmeter. Laut Magistrat ging die HLG davon aus, „dass bebaubare Gewerbegrundstücke dort dann frühestens ab dem Jahr 2021 zur Verfügung stehen“.

Das Jahr 2021 dürfte nicht mehr zu halten sein. Dieser Zeitplan basierte auf der Annahme, dass der komplette Grunderwerb 2018 über die Bühne gehe. Tatsächlich beginnt er erst jetzt.

Warum so spät? Der städtische Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze begründet die Verzögerung damit, dass noch einige Fragen zu klären gewesen seien: „Wir wollten nicht mit einem halblebigen Ansatz in das Kick-off-Gespräch gehen.“

Zu den Knackpunkten zählten rund 9500 Quadratmeter Grünland im Nordosten des Gebiets und die Hochspannungsleitung an der Kreisquerverbindung. Nun stehe fest, dass ein 40 Meter breiter Streifen unter der Freileitung von jeglichem Gebäude frei bleiben muss. Außerdem sei eine Option für das Grünland erarbeitet worden. Schanze: „Ideal wäre, wenn wir das Gebiet vergrößern könnten.“

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Das Gebiet an der Straße nach Seligenstadt war schon vor Jahren als Gewerbestandort im Gespräch. Damals ging es um einen Autohof oder um große Einkaufsmärkte. Beide Ideen sind vom Tisch. Die Stadt will dort auch keine weiteren Logistikbetriebe ansiedeln. „Wir wollen das Gebiet mittelständisch entwickeln“, sagt Bernhard Schanze. Der Standort eigne sich aber auch für „autoaffine Dienstleistungen“ wie Tankstelle oder Waschanlage.

Die Wiesen, Gärten und Felder im Gebiet D30 gehören fast 80 Eigentümern. Die HLG erwirbt Grundstücke, erschließt das Gebiet und verkauft Gewerbe-Bauplätze; die Stadt stellt dazu einen Bebauungsplan auf. Kein Eigentümer ist verpflichtet, an die HLG zu verkaufen.

Quelle: op-online.de

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