Ausbilder beim DRK

Helfer in Notlagen

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Heinz Spahn hat im Lauf der vielen Jahre als DRK-Ausbilder viele DRK-Utensilien gesammelt. Dazu gehören zum Beispiel seine Dienstbücher oder auch die von einem Bilderrahmen gefasste Anleitung zur Ersten Hilfe aus dem Jahr 1939.

Rodgau -Heinz Spahn ist in Hessen der dienstälteste Ausbilder des Deutschen Roten Kreuzes. Dafür wurde er nun geehrt. Von Bernhard Pelka 

„Ich will kein Lob“, sagt Heinz Spahn bescheiden. Verdient hat er es trotzdem. So sieht das auch der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Der Verband ehrte Heinz Spahn jetzt für eine tolle Leistung. Der 74-Jährige ist in Hessen der DRK-Ausbilder mit den meisten Dienstjahren.

Während einer kleinen Feier in Offenbach würdigten der Leiter Soziale Dienste, Patric Dietzel, und die Ausbildungsleiterin Ramona Heinz vom Kreisverband die Verdienste des Jubilars. Seit 50 Jahren bringt er für das DRK Weiskirchen jungen Menschen bei, wie sie Erste Hilfe am Unfallort leisten können und welche Sofortmaßnahmen zu ergreifen sind.

Ein früherer Arbeitskollege sprach den gelernten Feintäschner Anfang der 60er Jahre an, ob er nicht Interesse habe, mal beim DRK in Jügesheim reinzuschnuppern. „Das hat mir sofort Spaß gemacht. Das war was Sinnvolles“, erinnert sich Spahn an die Anfänge noch ganz genau. Seit 1964 ist er Ausbilder, unterrichtet Führerscheinanwärter, die Feuerwehr, Omnibusfahrschüler oder bietet Kurse für die Berufsgenossenschaft an. Schon mehrfach hat sein zeitaufwändiges Ehrenamt äußere Anerkennung gefunden. Unter anderem verlieh ihm das Land Hessen den Ehrenbrief.

Das ist dem gebürtigen Jügesheimer aber nicht wichtig. Bedeutung hat für ihn etwas anderes: „Wenn nur ein oder zwei meiner Schüler jemand mal das Leben retten, habe ich alles erreicht. Dann habe ich das Richtige in meiner Freizeit gemacht.“

Sohn eifert dem Papa nach

Seine Leidenschaft hat der Rentner an einen seiner Söhne weitergegeben. Markus Spahn ist ebenfalls DRK-Ausbilder - und das schon seit 22 Jahren. Mit ihm zusammen hatte er auch das bisher einschneidendste Erlebnis in seiner Erst-Helfer-Karriere. „Wir sind mit den Rädern zum Gottesdienst auf die Liebfrauenheide gefahren. Dort ist ein Mann zusammengebrochen und wir haben ihn 25 Minuten lang wiederbelebt.“ Leider hat der Patient trotz dieser schnellen Hilfe nur noch ein Dreivierteljahr überlebt. Die Hirnschäden waren zu groß. Auch die vielen Fahrten mit dem Rettungsdienst lassen den tapferen Lebensretter noch immer nicht los. Die liegen zwar schon einige Jahre zurück, wirken aber immer noch nach.

Alle drei Jahre muss Heinz Spahn seine Eignung nachweisen. Zuletzt hat er die Prüfung zur Lehrscheinerneuerung Anfang April in der Altenpflegeschule in Kronberg im Taunus absolviert.

Eins brennt dem Mann noch auf der Seele. Immer wieder beobachtet er in seinen Kursen, dass die Teilnehmer regelrecht Angst haben, zu helfen. „Keiner will etwas falsch machen. Dabei ist das Falscheste, gar nichts zu tun“, appelliert der Ersthelfer an die Zivilcourage. „Den Notruf abzusetzen und stabile Seitenlage dürften eigentlich kein Problem sein.“

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Quelle: op-online.de

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