Bürger können bei der Gestaltung mitreden

Alter Friedhof soll zur Grünanlage werden

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An den Jugendstil erinnert der markante Torbau des alten Friedhofs aus dem Jahr 1911.

Der alte Friedhof in Nieder-Roden soll ein neues Gesicht bekommen. Seit vielen Jahren wird dort niemand mehr bestattet, die weitaus meisten Gräber sind abgeräumt.

Nieder-Roden – Stadt und Stadtwerke wollen das rund 3 850 Quadratmeter große Gelände in eine Grünanlage und einen Ort der Begegnung umgestalten. Wie es genau aussehen soll, entscheidet sich in den nächsten Monaten. Eine Vorentscheidung fällt am Freitag, 17. Mai. Interessierte Bürger können daran mitwirken.

Mit der Bürgerbeteiligung nach dem sogenannten Charrette-Verfahren hat die Stadt in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht. Bürger, Planer und Fachleute aus der Verwaltung treffen sich an Ort und Stelle und entwickeln gemeinsam Vorschläge für die Gestaltung. Das Ziel ist, Wünsche und funktionale Ideen aus der Bevölkerung aufzugreifen und zu einer ersten Planskizze zu verarbeiten. Architekten und Behördenvertreter können bereits vor Ort einschätzen, ob und wie sich einzelne Ideen realisieren lassen. Die Planskizze, die am Ende des Tages fertig ist, bildet die Grundlage für die weitere Entwurfsplanung, über die letztlich die Stadtverordnetenversammlung entscheidet.

Das Charrette-Verfahren am 17. Mai beginnt um 14 Uhr am Zugang zum alten Friedhof, Friedensstraße 2. Nach einem kurzen Stadtspaziergang über Frankfurter Straße, Büchnerstraße, Ahornweg und Friedensstraße können die Teilnehmenden ihre Ideen zu Papier bringen. Die Veranstaltung dauert bis 18 Uhr. Wer möchte, kann eine Picknickdecke mitbringen. Getränke und ein kleiner Imbiss stehen bereit.

Der Friedhof wurde 1842 angelegt, wie eine Informationstafel der „Rodgauer Geschichtspfade“ verrät. Der Torbau am Eingang stammt aus dem Jahr 1911. Der Arbeitskreis für Heimatkunde Nieder-Roden machte vor einigen Jahren auf den Sanierungsbedarf des Dachs aufmerksam. Einige historische Grabsteine sind dank der Initiative des Arbeitskreises erhalten geblieben. (eh)

Quelle: op-online.de

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