Verkehrsdaten vorlegen

Fraktionen erwarten Fortschritte beim Mobilitätskonzept

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Fraktionen erwarten Fortschritte beim Mobilitätskonzept

Wie sieht die künftige Verkehrsplanung in Rodgau aus? Seit eineinhalb Jahren hat der Magistrat den Auftrag, ein umfassendes Mobilitätskonzept zu erarbeiten. Nun scheint die Geduld der Stadtverordneten am Ende zu sein.

Rodgau – Zwei Anträge zur letzten Sitzung vor der Sommerpause fordern den Magistrat zum Handeln auf. „Es wird ein Mobilitätskonzept für die Stadt Rodgau erstellt“, hatte das Stadtparlament im November 2017 einstimmig beschlossen. Der Magistrat sollte Ziele und Verfahrensschritte vorschlagen; die Stadtverordneten wollten noch einmal darüber beschließen. Doch statt einem Beschlusstext legte der Magistrat eine Fünf-Seiten-Mitteilung eines Ingenieurbüros vor. Das war im April letzten Jahres. Seither herrscht Funkstille. Diskussionen über Verkehrsaufkommen, -lenkung und -beruhigung werden mit dem Hinweis abgeblockt, erst müsse man auf das Mobilitätskonzept warten.

„Das Mobilitätskonzept blockiert alles“, klagte Johannes Pickert von „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB) im Januar gegenüber unserer Zeitung. Seine Fraktion stimmt deshalb keinem Beschluss mehr zu, der sich auf den Straßenverkehr auswirkt.

Die CDU-Fraktion fordert nun den Magistrat auf, endlich die Ziele und Schritte des Mobilitätskonzepts zur Beschlussfassung vorzulegen. Die regierende Kooperation (SPD, Grüne, FDP, Rodgauer Liste) will nicht mehr auf das Mobilitätskonzept warten. Ihr Änderungsantrag fordert vom Magistrat, in einer Sondersitzung die Daten zu den Verkehrsströmen darzustellen, um sie anschließend in einem „moderierten Diskussionsprozess“ zu analysieren.

Mit dem Begriff „Mobilitätskonzept“ verbinden sich unterschiedliche Erwartungen. Manche Politiker erhoffen sich eine Prognose für die nächsten Jahre mit Empfehlungen, was zu tun und zu lassen sei. Bürgermeister Jürgen Hoffmann hingegen will eine Art Datenbasis schaffen, „ein Handwerkszeug, mit dem wir in der Lage sind, die Verkehrsaufgaben zu lösen“.

Wie lange dauert das noch? Einen Zeitplan nennt der Bürgermeister auf Anfrage unserer Zeitung nicht: „Das entsteht nicht von heute auf morgen als ein Gesamtplan auf Papier.“ Eine konkrete Angabe lässt er sich aber doch entlocken: Für September erwarte er die Daten einer Verkehrserhebung zum Weiterbau der Rodgau-Ringstraße unter Berücksichtigung der geplanten Baugebiete.

VON EKKEHARD WOLF

Quelle: op-online.de

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