Für Fehler anfällig

Herstellungsfehler: Schranken in Nieder-Roden mehrfach gestört

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Störungen an den Schranken können auch weiterhin auftreten. Die Schaltung des Bahnübergangs Krümmlingsweg gilt als fehleranfällig. Bahn und Herstellerfirma arbeiten an einer neuen Technik, die erst noch zugelassen werden muss.

Die häufigen Störungen am Bahnübergang Krümmlingsweg sind durch einen Herstellungsfehler bedingt. Dies teilt die Deutsche Bahn (DB) auf Anfrage mit.

Nieder-Roden – „Die Anlage wurde mit der Eröffnung der Rodgau-S-Bahn 2003 in Betrieb genommen und zählt zu einer der ersten Anlagen dieses Typs in unserer Produktionsdurchführung“, schreibt die regionale Pressestelle der DB. Die Schaltung sei jedoch anfällig für Fehler: „Gemeinsam mit dem Hersteller arbeiten wir mit Hochdruck daran, eine robustere Lösung zu entwickeln und die entsprechende Technik zur Zulassung zu bringen.“

Bis es so weit ist, können jederzeit weitere Pannen auftreten. Sie können sich laut DB-Pressestelle auf zwei Arten auswirken: Entweder öffnen sich die Schranken komplett oder sie öffnen sich gar nicht mehr.

Der Bahnübergang in Nieder-Roden ist kein Einzelfall. „Auch bei anderen Anlagen der gleichen Baureihe kann in der vorliegenden Konstellation der gleiche Fehler auftreten“, bekräftigt eine Pressesprecherin der Bahn. Mit dem Hersteller werde an eine Gesamtlösung gearbeitet. Derzeit sei nicht geplant, die Technik am Krümmlingsweg komplett zu erneuern.

Auftretende Störungen versucht die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben so schnell wie möglich zu beheben: „Das kann sehr schnell gehen oder mehrere Stunden dauern. Je nachdem, ob die Störung werktags während der normalen Arbeitszeit auftritt oder am Wochenende, wenn die Kollegen aus der Bereitschaft kommen und gegebenenfalls längere Anfahrtswege haben. Wenn eine Störung länger dauert, liegt das in der Regel an fehlenden Bauteilen, die beschafft werden müssen.“

Die Bahn wolle die Auswirkungen auf den Schienen- und Straßenverkehr möglichst gering halten, schreibt die DB-Pressestelle weiter: „Für die dennoch entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung.“ Im Fall einer Störung sei es aus Sicherheitsgründen erforderlich, dass die S-Bahn-Züge langsam heranfahren und ein Hupsignal abgeben: „Wir verstehen, dass dies von den Anwohnern als unangenehm empfunden wird. Dies dient jedoch dem Schutz der Verkehrsteilnehmer und ist somit leider nicht vermeidbar.“

Die DB bestätigt, dass der Bahnübergang in den letzten Monaten mehrfach gestört war. Wie oft und wie lange, ist jedoch nicht zu erfahren.

Ein Anwohner des Bahnübergangs berichtet von einer zunehmenden Häufigkeit der Störungen: zunächst einmal im Monat, dann bis zu einmal pro Woche. Anfang Juni blieben die Schranken nach seinen Beobachtungen sogar eine Woche lang zu.

eh

Quelle: op-online.de

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