Offenbacher Energieversorger kauft Namensrechte an der Sporthalle

EVO hilft den Sportfreunden

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Gute Laune beim Treffen mit dem Hauptsponsor: Sportdezernent Winno Sahm, Architekt Stephan Mathes, Sportfreunde-Vorsitzender Rudi Ott, Schatzmeister Günter Friedrich, EVO-Vorstand Dr. Christoph Meier und EVO-Technikvorstand Günther Weiß (von links) freuen sich auf gute Zusammenarbeit.

Die geplante Sporthalle der Sportfreunde Rodgau am Ortseingang von Jügesheim wird künftig „EVO-Sportfabrik Rodgau“ heißen. Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) hat die Namensrechte des Neubaus für zehn Jahre gegen Zahlung eines jährlichen Betrags übernommen.

Jügesheim – Wie hoch die Summe ist, verraten Sportfreunde und EVO nicht. Spatenstich soll im Frühjahr sein. Ein Vertrag mit der Stadt sieht vor, dass der Bau binnen 36 Monaten stehen muss.

Jetzt trafen sich der Hauptsponsor, Vereinsvertreter und Sportdezernent Winno Sahm, um die Zusammenarbeit vorzustellen. „Dank der Hilfe der EVO konnten wir die Finanzierung unseres Bauprojekts sichern“, zitiert die EVO den Sportfreunde-Chef Rudi Ott in einer Pressemitteilung. Weiter heißt es in der Pressemeldung des Hauptsponsors: „Das ambitionierte Projekt war Ende vergangenen Jahres ins Stocken geraten. ,Unser Vorhaben stand auf der Kippe“, berichtete der Vereinsvorsitzende Ott. Bei den Verhandlungen mit den Banken zur Finanzierung waren neue Fragen zu Absicherung des Darlehens aufgekommen; zudem hatte das Regierungspräsidium eine sogenannte Einzelfallrecherche zur Altlastenklärung angeordnet. Deshalb mussten im Dezember 2018 sogar der Notartermin zum Erbpachtvertrag mit der Stadt Rodgau und der bereits verkündete Termin zum symbolischen Ersten Spatenstich abgesagt werden.“

In dieser kritischen Phase habe sich die EVO zu Wort gemeldet: „Ich hatte in der Presse gelesen, dass die Finanzierung hakt. Daraufhin habe ich Herrn Ott angesprochen und ihn gefragt, ob Hilfe notwendig ist“, erläuterte EVO-Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Meier. Die Partner seien sich schnell einig geworden, hätten das Projekt retten können und sich darauf verständigt, dass der Energieversorger die Namensrechte an der neuen „EVO-Sportfabrik Rodgau“ für zunächst zehn Jahre erwirbt und das Energiekonzept für die Halle gemeinsam mit den Sportfreunden entwickelt und umsetzt. Schatzmeister Günter Friedrich rechnet dank moderner Technik mit Heizkosten von lediglich 2000 Euro im Jahr. Brennstoff soll Gas sein.

Die Entscheidung für das Sponsoring sei der EVO umso leichter gefallen, weil der Neubau nicht nur nachhaltig als Ständerbauweise in Holz ausgeführt wird, sondern auch energetisch neue Wege gehe.

„Wir haben hier die Chance, unser Know-how rund um die effiziente Gebäudetechnik bestmöglich einzubringen“, machte Meier deutlich. Das Energiekonzept basiere auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Unter anderem kämen ein modernes Heizungscontracting und eine energiesparende LED-Beleuchtung zum Einsatz.

„Diese beiden Gründe gaben den Ausschlag dafür, dass wir erstmals überhaupt Namensrechte an einer Sportstätte in der Region übernehmen“, schilderte der EVO-Chef die Motivationslage weiter.

Die Sportstätte soll im Herbst 2020 fertiggestellt sein. Geplant ist eine 30 mal 15 Meter große Halle mit drei Übungsräumen mit jeweils zwischen 140 und 170 Quadratmeter Fläche. Dazu kommen Umkleidekabinen, ein Zimmer für die Geschäftsführung des Vereins sowie weitere Nebenräume.  

bp

Quelle: op-online.de

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