Tragfähige Bauwerke aus Papier

Junge Tüftler der Geschwister-Scholl-Schule konstruieren leichte und stabile Türme

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Papier ist stabiler als man denkt, es kommt nur auf die Konstruktion an: Teilnehmer des GSS-Schülerwettbewerbs mit ihren Türmen.

Kann ein 90 Zentimeter hoher Turm aus Papier eine Last von einem Kilogramm tragen? Und ob! Das bewiesen 88 Schüler der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in einem naturwissenschaftlichen Wettbewerb. 

Hainhausen – Aus Papier und Klebstoff konstruierten sie möglichst leichte und stabile Türme. Der Leichteste wog 188 Gramm. Gestern mussten die Bauwerke ihre Qualität beweisen. Ein Turm war sogar so stabil, dass ein Junge darauf sitzen konnte.

Kurz vor dem Turm-Test waren die Teilnehmer gespannt und ein bisschen aufgeregt. „Wir sind sicher bei den Gewinnern“, meinten Jasmina Büssing und Leni-Marie Langmaack mit selbstbewusstem Optimismus. Sie hatten einen runden Turm aus Papierröhren zusammengeklebt. Diese Form hatten sie sich aus der Natur abgeguckt, genauer gesagt von Baumstämmen und Pflanzenstängeln. „Wenn das Viereckige stabiler wäre, wären die Bäume doch viereckig“, ist Leni-Marie überzeugt. Jasmina erklärt ein Detail, das das Röhrenbündel stabilisiert: „Weil das Gewicht nach außen zieht, haben wir Bänder darumgeklebt.“

Zwei Mitschüler hatten mehrere Prototypen gebaut, um die stabilste Bauform zu ermitteln. Anton Seiler und Louis Kilz entschieden sich für eine Bauform, die sich ähnlich wie eine Hochzeitstorte in drei Stufen nach oben hin verjüngt. „Hätten wir den Turm gerade gemacht, könnte es sein, dass er bei einer dynamischen Belastung umfällt“, sagt Louis.

Mit der Resonanz auf den Wettbewerb ist MINT-Koordinatorin Elina Schmidt zufrieden. Diesmal machten etwa dreimal so viele Schüler mit wie bei der Premiere vor einem Jahr. Neben Fünft- und Sechstklässlern waren junge Tüftler bis zum neunten Jahrgang dabei, unter ihnen auch viele Teams aus dem Realschulzweig. Bei der Siegerehrung in etwa einer Woche werden Medaillen, Urkunden und Sachpreise überreicht. Erstmals gibt es auch einen Kreativpreis – so begeistert sind die Lehrkräfte von den Ideen ihrer Schüler.

Quelle: op-online.de

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