Bauvorhaben

Kampf gegen Mangel an Kindergartenplätzen - Rodgau errichtet 17 Kita-Gruppen

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Hainhausen-West wächst weiter: Im Wohngebiet H 17 wird weiter fleißig gebaut. Auch das Wegenetz des Helixparks an den Lärmschutzwällen ist schon zu erkennen. Erdarbeiten auf der großen Fläche in der Bildmitte kündigen zwei große Bauvorhaben an. Die Stadt baut einen Kindergarten und zehn Mietwohnungen. Daneben plant die Recona GmbH (Bad Nauheim) ein Altenpflegeheim für 85 Bewohner.

Die Stadt tut etwas gegen den Mangel an Kindergartenplätzen. In den nächsten eineinhalb Jahren will sie Räume für 17 zusätzliche Kita-Gruppen bauen. Ob die Stadt diese Einrichtungen auch alle selbst betreibt, steht noch nicht fest.

Rodgau – Morgen in vier Wochen ist der erste Spatenstich im Luise-Hensel-Weg 2 bis 4 geplant: am Freitag, 23. August, um 16 Uhr. Vier bis sechs Wochen später wiederholt die Zeremonie in der Hauptstraße 177. Auf den beiden Grundstücken in Hainhausen-West und in Weiskirchen entstehen zwei baugleiche Gebäude mit vier Kita-Gruppen im Erdgeschoss und zehn Mietwohnungen darüber. Den Auftrag für die Erd- und Rohbauarbeiten hat der Magistrat am Montag vergeben. Der Umfang: 2,4 Millionen Euro. „Wir liegen damit im Kostenrahmen“, sagt Erster Stadtrat Michael Schüßler.

Planungsauftrag für Rodgaus größte Kindetstagesstätte

Ebenfalls am Montag hat der Magistrat den Planungsauftrag für Rodgaus größte Kindertagesstätte vergeben. Sie soll an der Ecke Nordring/Lange Straße anstelle des maroden Kunstrasen-Sportplatzes entstehen. Obwohl der Zweckbau aus vorgefertigten Modulen errichtet werden soll, braucht die Stadt zunächst eine genehmigungsreife Planung. Über den Entwurf entscheiden die Stadtverordneten voraussichtlich im Oktober. Wenn alles gut geht, kann die Produktion der Module im Dezember beginnen, wie Schüßler hofft. Das Haus soll Platz für acht Gruppen bieten, jeweils vier für Kleinkinder unter drei Jahren (U 3) und für Größere. Der Neubau soll eines Tages die bisherige Kita Nordring ersetzen, die baulich nicht mehr saniert werden kann.

Kita statt Kunstrasen: Der Neubau am Nordring wird in Modulbauweise errichtet, um schnell fertig zu sein.

Umbau an Kindertagesstätte Rollwald

An der Kindertagesstätte Rollwald geht unterdessen der Umbau weiter. Nachdem der Personalraum ins Obergeschoss verlegt ist, bekommt das Haus einen Anbau für eine weitere U3-Gruppe. Dafür entfällt der bisherige Vorgarten. Die Rohbauarbeiten beginnen wahrscheinlich im September.

Kita ohne Vorgarten: Die Kindertagesstätte Rollwald bekommt eine weitere U3-Gruppe dazu.

Der Personalbedarf für 17 zusätzliche Kita-Gruppen ist enorm. Allein für das große Haus in Jügesheim rechnet die Stadt mit mindestens 24 Vollzeitstellen. Sozialdezernent Schüßler will im nächsten Kita-Bedarfsplan die Frage beleuchten, ob die Stadt wirklich alle geplanten Kitas selbst betreiben muss. Laut Gesetz hätten freie Träger Vorrang, sagt er: „Es geht um eine Risiko- und Verantwortungsaufteilung.“

von Ekkehard Wolf

Quelle: op-online.de

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