Nach illegaler Schlachtung

Hobbyschäfer in Sorge um seine Tiere

Weiskirchen - Gut fünf Monate ist es her, dass Unbekannte ein Zackelschaf von der Weide eines Hobbyschäfers geholt und an der Rodau geschlachtet haben. Nun sorgt sich der Besitzer der Schafherde, dass sich der Fall wiederholen könnte.

„Ich habe Angst, dass in den nächsten Tagen wieder etwas passiert“, sagt er. Zwei Mitarbeiter der Stadtwerke hatten ihn vor zehn Tagen angesprochen: Bei der Grünpflege in der Nähe der Rodau war ihnen aufgefallen, dass drei Männer auf die Schafweide zugingen und sich die Tiere anschauten.

Ende August hatten unbekannte Verbrecher eines der Schafe geschlachtet und das Fleisch mitgenommen. Die Überreste ließen sie liegen. Die grausigen Details wurden wenige Tage später bekannt: Die Täter hatten dem Tier mit einem Knüppel die Schnauze und den Schädel eingeschlagen, den Kopf abgesägt und die Haut abgezogen.

Der Polizei gelang es nicht, die Täter zu ermitteln. Obwohl eine Tierrechtsorganisation 1000 Euro Belohnung aussetzte, gingen keine Hinweise ein. Das Polizeipräsidium Südosthessen gab den Fall im Dezember an die Staatsanwaltschaft ab.

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In den Tagen nach der Tat gehörte die Schafweide nahe der Udenhoutstraße zu den am besten bewachten Objekten in Rodgau: Der Hobbyschäfer sah nachts mehrmals nach dem Rechten. Die Polizei fuhr Streife. Auch Hundehalter, die in der Gegend unterwegs sind, hielten ihre Augen offen. „Ich habe von meiner Seite alle Mittel ausgeschöpft“, sagt der Schäfer. Er habe den Eindruck, dass die Überwachung durch die Polizei nicht mehr so intensiv sei.

„Wir haben das Gebiet um Selgros im Blick“, betont eine Pressesprecherin der Polizei. Die Streifen der Polizeistation Heusenstamm kämen ohnehin dort vorbei, wenn sie in den nördlichen Teil Rodgaus unterwegs seien.

Wie werde ich..? Schäferin/Schäfer

Den Weiskircher Hobbyschäfer vermag diese Auskunft nicht zu beruhigen. Er fühlt sich von den staatlichen Ordnungshütern allein gelassen. Die Schafschlachtung sei ja nicht der einzige Vorfall. Ihm seien schon Äpfel vom Baum gestohlen worden; auf seinem Grundstück sei Diebesgut abgeladen worden. Er habe auch schon Einwegspritzen gefunden, die mutmaßlich von Drogenkonsumenten stammten. (eh)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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