Stadtwerke und AKSE laden zum Konzert 

Freejazz in der Trauerhalle

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Freejazz in der Trauerhalle: besondere Klänge an einem besonderen Ort.

Besondere Konzerte an einem besonderen Ort: Die Idee, die Trauerhalle des Waldfriedhofs Jügesheim als Veranstaltungsort zu nutzen, beleben die Stadtwerke Rodgau und die Agentur Kultur Sport und Ehrenamt (AKSE) der Stadt Rodgau bereits zum sechsten Mal.

Jügesheim – Am Sonntag, 10. November, wollen dort drei junge Freejazzer Klänge jenseits der üblichen Pfade präsentieren. Die Matinee mit Victor Fox, Roger Kintopf und Jan-Einar Groh beginnt um 10. 30 Uhr und wird alle munter machen, die sich aufs Zuhören einlassen.

Wie die Veranstalter ankündigen, setzt sich die Musik des Trios aus frei improvisierter und konzeptioneller Musik zusammen, die sie selbst komponiert haben. Anregungen holen sich die Musikstudenten aus dem Freejazz, der Neuen Musik und „Noise“. Das Trio versteht Jazz nicht als Genre, sondern als Spielhaltung, mit der sie einen „künstlichen Raum“ erschaffen, in dem sie demokratisch agieren.

Victor Fox, ist 18 Jahre alt. Kulturförderpreisträger 2018 der Stadt Seligenstadt, spielt Saxophon und Bassklarinette. Er entlockt dem Saxophon Töne, die überraschen und in den Bann ziehen. Fox fasziniert erfahrene Jazz-Profis und verblüfft die Fachwelt. Derzeit studiert er in Mainz und bald in Köln an der Hochschule für Musik.

Jügesheim: Bürgermeister freut sich auf Konzert

Sein Kollege am Kontrabass ist Roger Kintopf, derzeit Student in Köln und Paris. Kintopf ist zudem Komponist und spielte bundesweit auf Festivals der Jazzszene und in diversen Philharmonien. Mit dem Bundesjazzorchester waren Kintopf und Fox bereits weltweit auf Tour. Jan-Einar Groh komplettiert das Trio am Schlagzeug und Modular Synthesizer. Der Sohn von Angela und Jürgen K. Groh, beide in der Musikszene über Rodgau hinaus bekannt, absolviert derzeit sein Masterstudium in Leipzig.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann freut sich: Die Resonanz des Publikums habe gezeigt, dass der ungewöhnliche Ort angenommen werde. Übrigens werden für die Konzertreihe die Stühle so aufgestellt, dass die Besucher den Blick ins Grüne genießen können.

Stadtwerke-Chef Markus Ebel-Waldmann macht keinen Hehl daraus, dass er skeptisch war, ob die Trauerhalle für „unterhaltsame Konzerte“ geeignet sei. Durch die große Nachfrage wurde er eines Besseren belehrt. Dass schrägere Töne, die diesmal zu erwarten sind, vielleicht nicht die Massen locken, ist für Kulturdezernent Winno Sahm in diesem Fall nicht so wichtig: „Wir wollen etwas Besonderes bieten und schielen nicht auf Besucherzahlen“, erklärt er.

Jügesheim: Freejazz in der Trauerhalle

AKSE-Mitarbeiterin Gabriele Ziegler unterstreicht die Entscheidung für den Ort, der ihrer Meinung nach Ehrfurcht vermittelt. Diese komme diesmal den jungen Musikern zugute und dem Respekt vor ihrer Virtuosität.

Der Eintritt ist frei. Üblich ist es, um Spenden für einen guten Zweck zu bitten. Die Einnahmen gehen an die Starke Hilfe. Der Verein fördert gemeinnützige, kulturelle und soziale Projekte. Nach dem Konzert laden die Stadtwerke Rodgau zu Kaffee und Kuchen ein, um den Vormittag bei einem Gespräch ausklingen zu lassen.  siw

Quelle: op-online.de

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