Neue Bauplätze geplant

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Zwischen Allensteiner Straße (Foto) und Kasseler Straße soll die Hessische Landgesellschaft (HLG) im Auftrag der Stadt ein weiteres Neubaugebiet entwickeln. Dazu muss die HLG rund 27 600 Quadratmeter Wiesen und Felder ankaufen.

Jügesheim - Das Neubaugebiet „Auf den Bruchgärten“ am westlichen Ortsrand Jügesheims wird möglicherweise bald erweitert. Die Hessische Landgesellschaft (HLG) ist dabei, im Auftrag der Stadt eine Fläche zwischen Allensteiner und Kasseler Straße zu erwerben.

Das lockt nicht nur Bauherren an, sondern auch den Einzelhandel. Investoren seien interessiert, dort einen Lebensmittelnahversorger anzusiedeln, schreibt Bürgermeister Jürgen Hoffmann in einer Beratungsvorlage für das Stadtparlament. Die HLG sehe gute Chancen, das Bauland zu vermarkten.  Es geht um zwei Flurstücke mit zusammen 27 620 Quadratmetern. Bisher sind dort Wiesen und Felder. Den Ankaufpreis hat das Stadtparlament im Mai letzten Jahres auf 65 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Falls die HLG die komplette Fläche erwerben kann, soll der Preis auf 75 Euro steigen. Nun schlägt der Magistrat vor, sogar 85 Euro zu bezahlen.

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Der Nachschlag soll den hohen Aufwand ausgleichen, den der Eigentümer hat, um die Grundstücke lastenfrei zu übergeben. Im Grundbuch stehen so genannte Auflassungsvormerkungen aus den 70-er oder 80-er Jahren. Ein Vorgänger des jetzigen Eigentümers wollte damals sein Grundstück in kleine Parzellen aufteilen. Etliche Bürger hatten für erhoffte Bauplätze bezahlt, die aber nie offiziell auf sie umgeschrieben wurden. Das Amt für den ländlichen Raum hatte der Flächenteilung nicht zugestimmt, da dadurch Grundstücke von weniger als 2500 m² entstanden wären.

Eigentürmer engagiert Privatdetektiv

Der Grundstücksdeal mit der HLG eröffnet nun die Chance, diese Sache friedlich zu beenden und die alten Ansprüche finanziell abzugelten. Ein Hauptproblem war nach Angaben des Magistrat, „dass die ursprünglichen Vormerkungsberechtigten zu einem Teil verzogen sind, zu einem anderen Teil bereits verstorben sind und somit die Erben ausfindig gemacht werden mussten“. Der Eigentümer habe sogar Privatdetektive engagiert, um aktuelle Adressen herauszufinden. Dieser Aufwand gehe weit über einen normalen Grundstücksverkauf hinaus. Deshalb habe das Stadtparlament im Mai 2013 den Zehn-Euro-Zuschlag beschlossen.

Mit der Hessischen Landgesellschaft mbH (HLG) ist die Stadt Rodgau seit Dezember 2010 im Geschäft. Die staatliche Treuhandstelle kauft Grundstücke auf, entwickelt daraus Baugebiete und verkauft die fertigen Bauplätze – alles ohne Kosten für die Steuerzahler. Das Restrisiko: Die Stadt muss in die Bresche springen, falls die Grundstücke nach zehn Jahren noch nicht zu einem kostendeckenden Preis verkauft sind. Ebenfalls mit der HLG entwickelt die Stadt ein Wohngebiet westlich von Hainhausen (H 17) am so genannten Brötchenweg.

eh

Quelle: op-online.de

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