Anmeldung ist nur vorläufig

Kein Verlass auf einen Krippenplatz

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Die Kita Breubergstraße in Nieder-Roden ist speziell für Kleinkinder unter drei Jahren gebaut. Bei der Einweihung am Freitag, 20. April, um 17 Uhr sind auch Gruppen aus der Kita Rollwald dabei, die nach einem Wasserschaden vorübergehend eine neue Bleibe brauchten.

Rodgau - Wer ein Kleinkind unter drei Jahren (U 3) in der Kindertagesstätte anmeldet, kann sich nicht darauf verlassen, zum gewünschten Termin einen Platz zu bekommen.

Auf der Internetplattform unserer Zeitung klagten Eltern über mangelnde Informationen durch die Stadtverwaltung. „Am Sonntag fiel ich aus allen Wolken, als ich erfuhr, dass alle Krippenplätze für das Jahr 2018 belegt seien“, berichtete eine Leserin oder ein Leser nach dem Tag der offenen Tür in den Rodgauer Kindertageseinrichtungen.

Eltern, die ihr Kind für eine städtische Krippe anmelden, erhalten zunächst eine Eingangsbestätigung. Darin heißt es unter anderem: „Bei Anmeldungen zum Start eines jeden Kindergartenjahres zum 01.09. geht Ihnen bis Ende April des gleichen Jahres ein schriftlicher Bescheid über die Aufnahme zu. Sollte das nicht der Fall sein, wenden Sie sich bitte spätestens sechs Wochen vorher an die jeweilige Kita-Leitung.“

Weitere Rückmeldungen seitens der Stadt gebe es nicht, teilt die städtische Pressesprecherin Sabine Hooke mit. Die Verwaltung gehe davon aus, dass sich Eltern melden, wenn weiterhin Bedarf bestehe. Die Stadt könne ja nicht wissen, ob das Kind vielleicht längst in einer kirchlichen Kita aufgenommen worden sei.

„Wenn sich Eltern hier melden, wird versucht, ihnen zu helfen, eine Betreuung für ihr Kind zu bekommen“, so Hooke: „Meist gibt es eine Lösung.“ Nicht immer gelinge das zum Wunschtermin und wohnortnah. Bisher habe aber noch niemand bei der Stadt Rodgau den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz eingeklagt.

Für dieses Jahr hat die Stadtverwaltung bisher 39 Plätze an Kleinkinder vergeben.

Bei der Vergabe der Plätze in U3-Einrichtungen komme es nicht darauf an, welches Kind zuerst angemeldet wurde. Kriterien seien das Alter der Kinder, Geschwister in der gleichen Kita und soziale Faktoren (zum Beispiel eine alleinerziehende Mutter).

Im Sommer will die Stadt ein neues Programm zur Online-Anmeldung in Betrieb nehmen, das einen Abgleich zwischen städtischen und kirchlichen Kitas ermöglicht.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Betreuungsplätze für U3-Kinder sind Mangelware. „Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen wird sich in Rodgau in Richtung 50 Prozent (585 Plätze) entwickeln“, schreibt die Stadtverwaltung im Kita-Bedarfsplan 2017/18. Zurzeit können jedoch nur 393 Kinder betreut werden. Das sind 33,6 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe.

Zwölf zusätzliche U3-Plätze sind in der Kita Breubergstraße möglich, sobald die Gastgruppen aus Rollwald nach der Sanierung des Wasserschadens wieder in ihren Kindergarten zurückkehren können. Im Juni soll es so weit sein. Zurzeit prüft die Stadt, ob sie in einem anderen Haus übergangsweise eine weitere U3-Gruppe eröffnen kann – zumindest so lange, bis eine der geplanten Einrichtungen in Weiskirchen (Hauptstraße 177) und Hainhausen-West fertig ist. (eh)

Quelle: op-online.de

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