S-Bahn kreischt in den höchsten Tönen

Lärm nicht nur in Jügesheim

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Bei diesem Anblick halten sich Anwohner die Ohren zu: S-Bahn bei Jügesheim.

Rodgau - Mit ihren Klagen über nervtötende Fahrgeräusche der S-Bahn sind die Anwohner der Jügesheimer Eisenbahnstraße nicht allein. Nach dem Bericht „Schrilles Kreischen und kein Ende“ haben sich weitere Betroffene bei der Redaktion unserer Zeitung gemeldet.

„Nicht nur im Rodgau: In Rödermark pfeift das bei jeder Bahn genauso seit einigen Wochen“, teilt Chris Gotta via Facebook mit. Ein anderer Leser schreibt an gleicher Stelle: „Zwischen Jügesheim und Dudenhofen neuerdings auch, mein Hund hält sich schon die Ohren zu.“

Das Problem bestehe nicht nur an der Rodgau-Bahn (S 1), sondern auch an der Strecke der S 2 zwischen Offenbach-Bieber und Dietzenbach, schreibt Bernd Zweig aus Heusenstamm: Leider habe ich mir das Datum nicht aufgeschrieben, ich weiß aber noch, dass Ende 2013 in einer nächtlichen Betriebspause ein Schienenschleifzug durch Heusenstamm fuhr. Ich war damals der Meinung, dass diese Maßnahme zur Verminderung der Rauheit der Schienenoberfläche und damit der Geräuschminderung dient. Leider stellten wir aber fest, dass sich die Fahrgeräusche der S-Bahn im hohen Tonbereich wesentlich verstärkt haben und bis heute unvermindert vorhanden sind.“ Besonders ärgerlich ist diese Lärmbelastung in Heusenstamm deshalb, weil beim Bau der S-Bahn-Strecke kein aktiver Schallschutz realisiert wurde. Für Bernd Zweig ist das noch heute unverständlich: Der Ausbau einer eingleisigen Güterzug-Nebenstrecke zu einer zweigleisigen S-Bahn-Strecke sei doch eine wesentliche Änderung gewesen.

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Der Heusenstammer will nun gemeinsam mit der Jügesheimer Anwohner-Initiative um Hugo Schlee versuchen, eine Besserung zu erreichen. Falls die Verständigung mit der DB Netz AG weiterhin so schwierig bleibe, müsse man sich an das Eisenbahn-Bundesamt als Aufsichtsbehörde wenden.

eh

Quelle: op-online.de

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