Flanierspaß mit Unterhaltung

Rodgau-Meile bietet allerlei Abwechslung

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Furios und atemlos nennt sich das jüngste Orchester im Musikverein Nieder-Roden, das am Sonntag aufspielte. 

Nieder-Roden - Zwei Tage lang flanierten Besucher auf und entlang der Rodgau-Meile, die der Künstler Karl-Heinz Kalbhenn mit Unterstützung vom Gewerbeverein Dudenhofen und der Stadt Rodgau zum zweiten Mal organisiert hat. Kunst, Kommerz und Kulinarik lockten.

Die „Kunstmeile“ war das verbindende Element zwischen den Veranstaltungsschwerpunkten auf dem Puiseauxplatz und dem Platz an der Kirche im alten Ort. Der Sonntag machte seinem Namen alle Ehre und erfreute viele Besucher in Nieder-Roden mit bestem Wetter. Von allen Seiten kamen die Gäste hauptsächlich mit Fahrrädern, zu Fuß oder mit der S-Bahn. Darunter war auch Sibylle Maier aus Obertshausen mit ihrer Schwiegermutter. „Wir nutzen das schöne Wetter aus und schauen uns ein bisschen um“, erzählten die Damen, die bereits vor zwei Jahren angetan gewesen waren vom Rodgauer Fest. Insbesondere das bunte Programm mit Tanz, Akrobatik und Musik war bei ihnen gut angekommen.

Die Akteure vom Großen Welttheater begleiteten Besucher vom Ende der Unteren Marktstraße in Richtung Kirchplatz.

Viele Paare und ganze Familien waren unterwegs, um sich an den Ständen zu informieren, Taschen, Schmuck, Kunsthandwerk, Lesezeichen, Pflanzen und vieles mehr zu kaufen, nach den neuesten Automodellen zu gucken und was Leckeres zu essen. „Denn im Sommer bleibt bei uns oft die Küche kalt“, verrieten Gäste aus Dudenhofen. Doch gerade die Stärkung für Leib und Magen aber war es, die für Ärger sorgte: Obwohl Kalbhenn vorher darauf geachtet hatte, dass es ein vielfältiges Speisenangebot gibt und sich die Imbissstände nicht gegenseitig Konkurrenz machen, schmiss der Heimatverein Nieder-Roden das Handtuch und baute seinen Stand ab: In unmittelbarer Nähe wurde die Bratwurst nämlich zum Kampfpreis von einem Euro angeboten. „Das war anders abgesprochen“, ärgerte sich der Organisator.

Insgesamt sei er mit dem Besuch und der Resonanz aber dennoch zufrieden, sagt der Initiator der Rodgau-Meile. Bei den Künstlern sei die Nachfrage allerdings sehr unterschiedlich. „Manche verkaufen was und andere eben nicht“, sagte er.

Bestes Wetter auf der Rodgau-Meile: Bilder

Die Vereine nutzten die Gelegenheit, sich und ihr Angebot vorzustellen: Die Theatergruppe Großes Welttheater machte mit ihren auffällig kostümierten Mitgliedern bereits auf ihren hessischen Abend am 20. und 21. Oktober aufmerksam und die Polyhymnia startete den Vorverkauf für die Aufführung der Petite Messe solenelle von Rossini am 25. und 26. November. Am Stand der Humanitas Kinderhilfe-Stiftung verschönerten Kinder mit viel Spaß gebrauchte Fahrräder mit Farbsprays und Schablonen. Die kunterbunten Zweiräder sollen bald nahe der S-Bahnhöfe auf alle warten, die schnell mal einen Drahtesel brauchen.

Weil sich auch an in anderen Stadtteilen Geschäfte am verkaufsoffenen Sonntag beteiligten, waren manche Einkäufer froh, am Puiseauxplatz verschnaufen zu können: Bei einem Glas Wein, aber auch beim Eisbecher oder Espresso in den umliegenden Eiscafés genossen sie den freien Tag. Wer wollte, lauschte den Lesungen im Sozialzentrum oder probierte sich an einem der verschiedenen Glücksräder aus. Der Nachwuchs ließ sich schminken oder versuchte seine Geschicklichkeit in einem kleinen Parcours. (siw)

Quelle: op-online.de

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