Sanierung bald in Sicht

Plan für Wilhelm-Leuschner-Straße kommt ins Stadtparlament

Die Wilhelm-Leuschner-Straße soll schmaler werden und ein paar Meter von den Häusern weg in Richtung Rodau-Aue (rechts) rücken. Das ist nur möglich, wenn die Stadt einen Grundstücksstreifen aufkaufen kann. 
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Die Wilhelm-Leuschner-Straße soll schmaler werden und ein paar Meter von den Häusern weg in Richtung Rodau-Aue (rechts) rücken. Das ist nur möglich, wenn die Stadt einen Grundstücksstreifen aufkaufen kann. 

Die Tage des Flickenteppichs auf der Wilhelm-Leuschner-Straße sind gezählt. Die Stadt bereitet einen grundlegenden Umbau dieser Straße vor. Dies kündigt Bürgermeister Jürgen Hoffmann auf Anfrage unserer Zeitung an.

Hainhausen – Für nächstes Jahr wolle die Stadt einen Zuschuss beantragen. Zunächst sei es aber an der Stadtverordneten, über die Planung zu entscheiden. Eine Beschlussvorlage werde der Magistrat „spätestens zur übernächsten Sitzung“ vorlegen. Das wäre am 15. Juni.

Der Plan zur Umgestaltung der Wilhelm-Leuschner-Straße orientiert sich nach Angaben des Bürgermeisters an einem Entwurf, den er bereits im August 2015 in einer Bürgerversammlung vorstellte. Darin waren auch Wünsche der Bürgerinitiative „Anwohnergerechte Verkehrslenkung“ berücksichtigt.

Der damalige Entwurf sah vor, die breite Straße zu verschmälern. Demnach sollte sich die Fahrbahn auf die Mindestbreite von sechs Metern beschränken. Breite Gehwege, Schutzstreifen und Parkbuchten mit Bäumen sollten die Straße auch optisch enger machen.

Schon damals wies Jürgen Hoffmann darauf hin, dass der Baubeginn noch in den Sternen stehe. Der Grund: Die Kommunalaufsicht forderte damals von der Stadt Rodgau, die Anwohner bei jedem Straßenbau zur Kasse zu bitten. Das wollten die örtlichen Politiker aber auf jeden Fall vermeiden. Mit Erfolg: Rodgau war eine von nur vier hessischen Kommunen, die keine Straßenbeiträge einführte.

Nun will der Bürgermeister im Stadtparlament zwei Varianten zur Diskussion stellen. Eine davon sieht vor, die Wilhelm-Leuschner-Straße von der Bebauung abzurücken und um ein paar Meter in Richtung Rodau-Aue zu verschieben. Die Stadtverwaltung sei im Gespräch mit den Eigentümern, um sich die benötigten Flächen zu sichern.

Seit 2002 nimmt die Leuschner-Straße gemeinsam mit der Südtrasse den ganzen Ost-West-Verkehr in Hainhausen auf. Für eine so hohe Belastung war sie aber nie gebaut. Bodenwellen in der Fahrbahn zeigen, dass der Unterbau nachgibt. Nach unzähligen kleinen Reparaturen ist der Asphaltbelag ein Flickenteppich, besonders auf dem 360 Meter langen Abschnitt zwischen der Volksbank-Kreuzung und dem Kreisel zur Südtrasse.

Sanierungsbedarf an den Straßen besteht nicht nur in Hainhausen. Bürgermeister Hoffmann zählt Beispiele auf: Schillerstraße, Daimlerstraße, Schulstraße und Weiskircher Straße. Für Planungskosten stehen 335 000 Euro im Haushaltsplan. Im Lauf des Jahres werde der Magistrat eine sinnvolle Reihenfolge vorschlagen, kündigt der Bürgermeister an. Es sei gut, dass die Tiefbauabteilung der Stadtwerke jetzt personell besser ausgestattet sei, nämlich mit drei Mitarbeitern. Jürgen Hoffmann: „Die One-Man-Show im Tiefbaubereich ist vorbei.“

Zur Instandsetzung der Straßen und Radwege hat das Stadtparlament zusätzlich 500 000 Euro bereitgestellt.

Die Konrad-Kappler-Straße werde bereits in diesem Jahr saniert, kündigt der Bürgermeister an. Da es dafür keine Chance auf einen Landeszuschuss gebe, brauche die Stadt mit dem Beginn der Arbeiten nicht zu warten. 

VON EKKEHARD WOLF

Quelle: op-online.de

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