Lösung zeichnet sich ab

Platz für neue Klassenräume in der Geschwister-Scholl-Schule 

+
Zuwachsflächen für die Schulen in Hainhausen: Die Dachterrasse der Münchhausenschule  wird voraussichtlich zum Klassenraum umgebaut. Wenn die Parkplätze vor den Schulen hinter die städtische Sporthalle verlagert werden, gewinnt der Kreis Platz für einen Erweiterungsbau der Geschwister-Scholl-Schule. Dieses Luftbild entstand, bevor die Containerräume aufgestellt wurden.

Rodgau – Für den Ausbau der weiterführenden Schulen in Rodgau zeichnet sich eine Lösung ab. Die Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in Hainhausen wird demnach in ein paar Jahren voraussichtlich um vier Klassenräume erweitert. Von Ekkehard Wolf 

Zudem kauft der Kreis Offenbach Grundstücke für eine künftige Mittelstufenschule in Dudenhofen. Die Hainhäuser Grundschule (Münchhausenschule), die ebenfalls aus den Nähten platzt, soll zum Schuljahr 2020/21 einen zusätzlichen Klassenraum erhalten.

Am Dienstag voriger Woche sprachen Landrat Oliver Quilling und Bürgermeister Jürgen Hoffmann im Kreishaus über die Schulentwicklung in Rodgau. Mit am Tisch: Die Schulleiter der drei Mittelstufenschulen und der gymnasialen Oberstufe. Einige Wochen zuvor hatte ein Gespräch auf Verwaltungsebene stattgefunden, wie der Bürgermeister berichtet.

„Wir haben einen Weg aufgezeigt, den man gehen könnte“, sagt Jürgen Hoffmann: „Alle Beteiligten sind sich in dieser Sache einig.“ Oliver Quilling spricht von „guten Gesprächen mit der Stadt“. Beide betonen: Beschlossen sei noch nichts.

Hinter der Sporthalle ist Platz für Parkplätz.

Eine mögliche Erweiterungsfläche für das Schulzentrum Hainhausen sehen Stadt und Kreis unmittelbar vor dem Schulgelände. Dort befinden sich Parkplätze und ein sehr breiter Gehweg. Sie belegen eine Fläche von knapp 1 500 Quadratmetern. Die Idee: Wenn man die Parkplätze hinter die städtische Sporthalle verlegt, vergrößert sich das Schulgelände. „Das ist auch eine städtebaulich sinnvolle Lösung“, meint Landrat Quilling.

Ein Vorbild dafür gibt es in Jügesheim: Gleichzeitig mit der Aula der Georg-Büchner-Schule wurde ein großer Parkplatz an der Sporthalle Lange Straße gebaut. Dort können sowohl Lehrer als auch Sportler und Veranstaltungsbesucher parken.

Wenn man den Schulhof bis zur Straße vorzieht, entsteht Platz für einen Erweiterungsbau der GSS. „Da können wir mindestens vier Klassenräume bauen“, sagt der Landrat. Wenn der Kreis den Planungsauftrag in diesem Jahr erteile, könne man in den nächsten zwei Jahren mit dem Baubeginn rechnen. Allerdings sei der Haushaltsplan des Kreises noch nicht beschlossen und werde wohl erst im Sommer genehmigt: „Dann können wir erst Aufträge vergeben.“

Die Containerräume bleiben wohl noch zwei Jahre stehen.

Etwas schneller kann die Münchhausenschule mit einer Entlastung rechnen. Der Kreistag hat die Einteilung der Schulbezirke geändert, um den größten Druck von der Grundschule zu nehmen. Außerdem plant er, eine Dachterrasse des Schulhauses zum Klassenzimmer auszubauen. „Das wollen wir in diesem Jahr schon angehen“, kündigt Landrat Quilling an. Zum Beginn des Schuljahrs 2020/21 werde der zusätzliche Raum bezugsfertig sein.

Mindestens bis dahin bleiben die vier Behelfsräume stehen, die im August vergangenen Jahres aus Bürocontainern zusammengeschraubt wurden. Eine Erweiterung des Provisoriums hält der Landrat nicht für notwendig: „Die Container, die stehen, reichen erst einmal.“

„Der Dialog mit dem Landrat war außerordentlich konstruktiv“, würdigt Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Er sei froh, dass es gemeinsam mit der Schulentwicklung weitergehe. Die Infrastruktur müsse mit dem Wachstum der Bevölkerung Schritt halten. „Wir hatten letztes Jahr 188 Neubürger in Hainhausen und mehr als 70 in Weiskirchen.“ Dank der Neubaugebiete Hainhausen-West und Brückenstraße halte der Zuzug an.

So können Eltern das kindliche Selbstbewusstsein stärken

Eine Erweiterung der Scholl-Schule um vier Klassenräume reicht nicht aus, um den erwarteten Zuwachs an Fünft- bis Zehntklässlern aufzufangen. Auch die Georg-Büchner-Schule in Jügesheim hat die Grenze der Auslastung erreicht. „Dort besteht Einvernehmen, sie nicht zu erweitern, da sie sonst zu groß würde“, weiß Landrat Oliver Quilling.

Als Standort einer zusätzlichen Mittelstufenschule kommt das Gelände hinter der Claus-von-Stauffenberg-Schule Dudenhofen in Frage. „Wir sind in Verhandlungen um Grundstücke aufzukaufen“, sagt der Landrat. Einen starken Anstieg der Schülerzahl ab der fünften Klasse erwartet er laut Schulentwicklungsplan ab 2024/25: „Bis dahin müssen wir Angebote realisiert haben.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare