Rodgau schrumpft leicht

Rodgau (rob) - Rodgau schrumpft. Die größte Stadt des Kreises Offenbach hatte Ende 2010 nur noch 45.172 Einwohner - 243 weniger als sechs Jahre zuvor. Der Schwund geht weiter.

Die aktuellen Listen der städtischen Einwohnerstatistik vom 30. Juni 2011 weisen nur noch 45.074 Personen aus.

Die größte Einbuße hat Nieder-Roden zu verzeichnen, dort leben 378 Menschen weniger als noch vor sechs Jahren. Die Stadtverwaltung begründet diesen Schwund damit, dass immer mehr Menschen aus Rodgau wegziehen, nur im Jahr 2009 war die Zahl der Zuzüge in Rodgau höher als die Zahl der Wegzüge.

Den größten Zuwachs gab es mit 247 Menschen in Jügesheim. Der Grund dafür dürften die Neubaugebiete auf dem ehemaligen Sportplatz Konrad-Kappler-Straße und im Robert-Haller-Ring hinter der TGS-Halle sein.

1918 Ausländer leben in Nieder-Roden

Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich. Der Stadtteil mit den meisten Frauen ist Jügesheim, hier leben 6 144 Frauen, das macht 51,6 Prozent der Einwohner aus. Die meisten Männer leben in Weiskirchen, nämlich 50,15 Prozent der gemeldeten Einwohner.

1 918 Ausländer leben in Nieder-Roden, das sind mehr, als in Dudenhofen, Weiskirchen und Hainhausen zusammen. Jedoch ist der Anteil von Mitbürgern ohne deutschen Pass in Nieder-Roden in den letzten sechs Jahren um 201 Personen auf 12,43 Prozent zurückgegangen. Einen solch großen Rückgang hat es in keinem anderen Stadtteil gegeben.

In Jügesheim sind die wenigsten ausländischen Mitbürger gemeldet. Gerade einmal 861 Ausländer wohnen dort, das sind 7,2 Prozent der Einwohner.

Der „älteste“ Stadtteil ist Weiskirchen

Am konstantesten ist die Bevölkerungsentwicklung in Dudenhofen. In den letzten sechs Jahren ist die Einwohnerzahl um gerade einmal sechs Menschen gesunken.

Einwohner in Zahlen:

Jügesheim 11 893
Dudenhofen 7 938
Nieder-Roden 15 434
Hainhausen 3 841
Weiskirchen 5 968
Rodgau gesamt 45 074
(Stand: 30.6.2011)

Der „älteste“ Stadtteil ist Weiskirchen. Dort sind 24,7 Prozent der Menschen über 60 Jahre alt. Gleich dahinter folgt Nieder-Roden mit 24,6 Prozent Bürgern dieser Altersgruppe. Nicht zuletzt dank der beiden Altenheime „Seniorenresidenz“ und „Haus Elfriede“ hat Nieder-Roden besonders viele ältere Einwohner.

Neun Rodgauer haben das gesegnete Alter von 100 oder mehr Jahren erreicht. Am anderen Ende der Alterspyramide tummeln sich 350 Kinder unter einem Jahr (Stichtag: 30. Juni 2011). Seit 2004 liegt die Geburtenzahl in Rodgau über der Zahl der Sterbefälle, nur das Jahr 2009 machte eine Ausnahme.

Ihr größtes Wachstum verzeichnete die Stadt Rodgau in den 70-er und 80-er Jahren. Noch 1970 hatten die fünf Rodgau-Gemeinden zusammen 30.225 Einwohner.

Auch wenn die Einwohnerzahl seit einigen Jahren sinkt, bleibt Rodgau die größte Stadt des Kreises Offenbach. Dreieich, die Nummer zwei, liegt um rund 4 300 Personen hinter Rodgau. Zur Jahresmitte hatten dort 40.741 Menschen ihren Hauptwohnsitz.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild dpa

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