Vier Städte arbeiten künftig zusammen

Gefahrgutkontrolle künftig aus einer Hand

+
Vier Städte Hand in Hand: Gefahrgut-Sachbearbeiter Lothar Müller (Mitte) mit den Ersten Stadträten Martin Burlon, Claudia Bicherl, Michael Schüßler und Klaus-Dieter Schneider (v.l.). (Bild vergrößern)

Rodgau - Ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit haben vier Städte im Kreis Offenbach aufgeschlagen: Rodgau, Seligenstadt, Dreieich und Langen beschäftigen gemeinsam einen Fachmann für Gefahrgut. Er überwacht rund 350 Betriebe, die mit gefährlichen Stoffen hantieren.

Das klingt einfach, erforderte aber fast vier Jahre Vorarbeit. Erst dann waren alle juristischen Klippen umschifft und alle Bedenken ausgeräumt. Kurios: Laut Landesgesetz dürfen nur Städte ab 50.000 Einwohner die Gefahrgutüberwachung an ihren Landkreis abgeben. Kleinere Orte müssen diese Aufgabe selbst schultern, obwohl sie kaum Fachleute dafür finden. Die Lösung: Lothar Müller vom Gefahrenabwehrzentrum des Kreises arbeitet nun mit halber Stelle in Rodgau. Die Stadt Rodgau bildet einen gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk mit den drei anderen Städten - und diese wiederum tragen einen Teil der Personalkosten.

„Das ist die ausgefeilteste Konstruktion in der interkommunalen Zusammenarbeit, aber sie ist tragfähig“, lobt Rodgaus Erster Stadtrat Michael Schüßler. „Eine tolle Sache“, freut sich seine Kollegin Claudia Bicherl (Seligenstadt). Klaus-Dieter Schneider aus Langen atmet auf: „Ein Glück, dass ich’s noch erleben darf.“ Für Dreieich ist die Gefahrgut-Kooperation das zweite Gemeinschaftsprojekt innerhalb weniger Wochen, wie Erster Stadtrat Michael Burlon würdigt. Ab April arbeiten die Bauhöfe von Dreieich und Neu-Isenburg zusammen.

Güterzug mit Gefahrgut entgleist

Güterzug mit Gefahrgut entgleist

eh

Quelle: op-online.de

Kommentare