Stadtkasse schuldet den Dispo um

Rodgau - Die Stadt Rodgau hat einen Teil ihrer kurzfristigen Kassenkredite umgeschuldet, um sich vor steigenden Zinsen zu schützen. Diese Kassenkredite sind etwas Ähnliches wie der Überziehungskredit (Dispo) auf einem privaten Girokonto.

Die Entscheidung fiel, als sich die Zinssätze für Tagesgeld und zweijährige Kredite bedrohlich annäherten. Bürgermeister Jürgen Hoffmann: „Da muss man den richtigen Punkt erwischen. Ob wir ihn getroffen haben, wird man erst in fünf Jahren sehen.“

Die Stadt hat bei den Sparkassen drei Kredite von jeweils sieben Millionen Euro für Laufzeiten von drei, vier und fünf Jahren aufgenommen. Der durchschnittliche Zinssatz beträgt 0,76 Prozent pro Jahr. Damit sei „ein großer Teil des Kassenkreditbedarfs der nächsten drei bis fünf Jahre gegen die mittelfristig bestehenden Zinsrisiken abgesichert“, teilt die Stadtkasse mit. Am 31. August beliefen sich die kurzfristigen Schulden der Stadt auf rund 47 Millionen Euro.

Der Preis der Sicherheit ist ein höherer Zinssatz. Für Tages- und Monatsgelder bezahlt die Stadtkasse derzeit nur 0,23 Prozent. Im Rathaus rechnet man damit, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen vorerst weiter niedrig hält. Hoffmann: „Aber keiner kann uns sagen, wie lange das noch so bleibt.“

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Im März letzten Jahres hatte das Stadtparlament den Magistrat ermächtigt, einen Teil der Kassenkredite umzuschulden. Seither tagt im Rathaus regelmäßig eine sechsköpfige Arbeitsgruppe „Aktives Zins- und Schuldenmanagement“. Die Stadt hat zudem einen Beratungsvertrag mit der Commerzbank.

eh

Quelle: op-online.de

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